Montag, 25. November 2013

Eine Reise für die Seele


Die Seele hat die Farbe Deiner Gedanken.


– Marc Aurel



Letzte Woche Montag. Ich bin dabei meine Termine für die Woche zu koordinieren und stelle fest, dass ich meine Telefonsprechstunde mit meiner Transformationstherapeutin am folgenden Tag nicht wahrnehmen kann. Warum? Wir sind noch immer ohne Telefonanschluss und ohne Telefon fällt ein Telefontermin doch etwas schwer.  “Schade”, denke ich, denn die Gespräche mit ihr sind einfach immer wunderbar und tun mir und meiner Seele gut. Daraufhein schreibe ich sie kurz an mit der Frage ob wir einfach um eine Woche verschieben können. Bis dahin hat zumindest der Telefonanbieter (den ich hier nicht namentlich nenne) signalisiert es freigeschalten zu haben.

Dienstag. Antwort auf meine Nachricht. Leider klappt es kommende Woche nicht mit dem Telefongespräch. Meine Therapeutin kann in der Woche keine Termine annehmen, da sie in Sonthofen ist. Im Allgäu. Um dort Robert Betz während der Transformationswoche zu assistieren. Oha! Ich freue mich für sie, dass sie als Therapeutin dabei sein darf, denn es ist eine besondere Ehre und Auszeichnung. Als Mutter von zwei Kindern, Ehefrau, Tochter, Schwiegertochter und vielen weiteren Rollen hält sie die Nachricht kurz – sie muss erst einmal alles organisieren um dabei sein zu können, denn sie weiß es auch erst seit gestern. Ich nehme die Info für mich auf, schlage den Kalender auf und wir verabreden uns für die Woche darauf. Zum Telefontermin. Prima. Alles erledigt.

Mittwoch. Beim Überfliegen meiner Nachrichten, schweife ich über die Nachricht vom gestrigen Tag. “Transformationswoche.” Dieser Begriff ist auf einmal da. “Sonthofen”. Auch dieses Wort ist da. Auf einmal. “Transformationswoche Sonthofen”. Immer wieder kreisen diese zwei Worte durch meinen Kopf. Einfach so. Da sind sie. [Als kleinen Exkurs sollte ich kurz anmerken, dass die Transformationswoche nach Robert Betz seit über einem Jahr auf meiner Wunschliste steht. Doch dieses Jahr passten die Termine einfach nicht zu meinen Freiräumen und wenn ein Termin mal passte, war die Location für mich zu weit entfernt. Daher stand es ganz fest auf meinen Wünschen für 2014 und ich erwartete sehnsüchtig die Veröffentlichung der Termine fürs kommende Jahr.] Zurück zu meinen Gedanken. “Transformationswoche Sonthofen”. “Ich will da hin!” “Bitte?” Haben meine Gedanken gerade “ich will da hin” zu mir gesagt? Nochmal. “Ich will da hin.” Der Gedanke kam immer wieder. Und kurz darauf “wenn es meine Therapeutin schafft innerhalb von wenigen Tagen ihr Leben mit Kindern und Klienten umzuorganisieren, dann werde ich das wohl auch schaffen”. Der Gedanke traf mich wie ein Blitz. Wie soll ich das denn bitte gerade JETZT schaffen? Ich habe bis Mitte Dezember noch zig berufliche Deadlines, zu Hause sind noch immer nicht alle Umzugskartons ausgepackt, Advent und Weihnachten stehen vor der Tür und meine ToDo-Liste ist länger denn je. “Ich will da hin”. “Transformationswoche Sonthofen”. Ich war fast so weit mitten im Büro laut “Klappe jetzt da oben” von mir zu geben.  Aber ich blieb still. Innerhalb von 10 Minuten hatte ich beim Robert Betz Büro in München angerufen und erfragt ob es noch Plätze für Sonthofen gibt. Antwort: es müsse kurz geprüft werden und der nette Herr würde mich innerhalb weniger Minuten zurück rufen. Zeitgleich habe ich meinen Kalender durchgeblättert und angeschaut was nächste Woche ansteht. Und ob und wie ich die Termine verschieben könnte. Telefoniert. Termine verschoben. Kalender frei gemacht. Das ist dann schon einmal erledigt.  Rückruf München: es gibt noch Restplätze. “Soll ich oder soll ich nicht?”. “Kann ich mir das leisten in der aktuell so fordernden Zeit?”. Die Antwort kam prompt und ohne Aufforderung von oben “Du MUSST es Dir leisten. Gerade jetzt. Sonst knallt es wieder”. Oha. Da schienen sich die Gedanken im Oberstübchen zu unterhalten. Gut, dass ich schweigend mithörte. Mein Verstand schaltete sich kurz dazwischen: “Halt, wir lassen das jetzt 3 Stunden reifen, regeln die letzten Dinge und wenn der Wunsch dann immer noch so stark ist, dann wird gebucht”.

Mittwoch Spätnachmittag. Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Donnerstag. Anmeldebestätigung. Die Transformationswoche. Eine Intensiv-Kurwoche und Lebensschule für Körper, Geist und Seele. Und der schönste Satz in dem ganzen Schreiben: “herzlich gratuliere ich zu Deiner Entscheidung für die Transformationswoche, die aus meiner Sicht eine der intensivsten und fruchtbarsten Selbsterfahrungen und –befreiungen für Dich werden wird.”

Freitag. Ich ackere wie ne Blöde, springe morgens vor dem Weckerklingeln hellwach aus den Federn und fege regelrecht durch meine ToDo Liste. Ich weiß nicht wo diese Power herkommt, aber ich lass sie nicht mehr gehen. Ich bin beflügelt und kenne mich selbst nicht mehr. Beginnt die Transformation etwa jetzt schon?


>>Fast Forward.<<


Heute. Montag. Gestern ging’s los! Gestern kam ich in Sonthofen an und habe bereits den ersten halben Tag der Seminarwoche erlebt. Ich bin mittendrin. In meiner eigenen Transformation. Super spontan. Super ungeplant. Und es ist fantastisch und genau das richtige. Es ist wundervoll den Monat November damit abzuschließen und auch das Jahr damit zu beenden. Der November ist seit 2011 mein Monat der beginnenden Veränderung. Denn im gleichen Monat vor zwei Jahren habe ich während eines Klinikaufenthalts angefangen den Burnout zu verstehen und mich aus der Abwärtsspirale wieder nach oben zu bewegen. Oben bin ich längst wieder angekommen, aber die letzten Monate forderten viel Energie von mir und ab und an habe ich meine eigenen Grenzen leicht übertreten. Es war anstrengend. Sehr anstrengend. Und jetzt drücke ich mal kurz auf Pause. Und erlebe mich neu. Lerne neu. Und begebe mich auf den nächsten Abschnitt meiner Reise. Der Reise meiner Seele.





Kommentare:

  1. Mein Gott, ich sitze hier - Montag morgen vor dem Start in eine wie immer aufreibende, kräftezehrende Woche, und weine beim Anblick dieses Videos, weil ich nur an diesen paar Minuten sehen kann, was ich auch dringend brauche und wie gut sich das anfühlen würde. Danke für diesen wunderbaren Beitrag. Da muss ich hin !

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    1. Liebe Melanie,
      dann: geh da hin! Hört sich so an, als ob Du schon ganz genau weißt was Dir gut tut! Dann schaue Dir die Termine für 2014 an. Wenn nicht jetzt, wann dann? Dann kannst Du auch noch vom Frühbucher-Rabatt profitieren, das ging bei mir ja nicht mehr!

      Alles Liebe
      sue

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  2. Ach meine liebe Sue, das hast du genau richtig gemacht!! Ich musste gerade so schmunzeln, als ich deine Zeilen gelesen habe und habe mitgefiebert und gehofft, dass du dich tatsächlich anmeldest. :-)
    Ich bin so gespannt auf deinen Bericht und würde mich wahnsinnig freuen, wenn wir danach im Dezember mal wieder Zeit für ein Telefonat finden….

    Alles Liebe, Kristin

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    1. Liebe Kristin,
      danke für Deine warmen Worte! Das tut gut! Und ja, ich war da :-) Schön, dass Dich der Artikel auch ein bisschen gefesselt hat und Du mitfiebern konntest! Wir smsen einfach mal!

      Alles Liebe
      sue

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  3. Du bist ja spontan!!! Aber ich denke wenn man was möchte, dann macht man es, so bin ich auch ;-) Genieße die Zeit für Dich. Ich bin gespannt auf Deinen Bericht. LG Chrissi

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    1. Hallo Chrissi,

      ja, ich kann spontan sein. Immer dann wenn es passt und der Impuls so groß ist, dass er mich umhaut!

      Alles Liebe
      sue

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