Dienstag, 15. Mai 2012

Der Partykater

Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war,
stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.

– Buddha


Rätsel: Ich bin auf einer Hochzeitsfeier eingeladen. Ich verbringe den Tag – an die 10 Stunden – mit circa vier Gläsern Sekt, an die drei Liter Wasser und gutem Essen (natürlich nicht ganz clean, aber ohne Sahnekuchen..eher mit zuviel Zucker dank dem Kuchenbüfett). Geraucht wird viel, allerdings weit weg vom Festsaal, nämlich eine Etage tiefer und im Freien. Dort halte ich mich auch gar nicht auf.
Nach etwas Bewegung zu flotter Musik (auch Tanzen genannt) gehe ich müde nach Hause und werde mit acht Stunden Schlaf beholt. Allerdings wache ich mit einem katerartigen Gefühl auf: dicker Kopf, dumpfer Schmerz, leichte Übelkeit und Kopfschmerzen. Was ist passiert??

Pixelio | Martin Stengele

Diese Frage stelle ich mir heute immernoch. Ich kann es mir einfach nicht erklären. Und was mir aufgefallen ist, so geht es mir seit ein paar Monaten bei solchen Festlichkeiten öfters. Am nächsten Tag geht es mir so als ob ich viel zu viel Alkohol getrunken hätte. Das habe ich aber kaum oder tatsächlich gar nicht. Ich versuche dann einfach viel Wasser zu trinken um damit die Kopfschmerzen zu bekämpfen und mich ganz bewusst gesund zu ernähren (komplexe Kohlenhydrate, Eiweiß, gute Fette und Obst und Gemüse). Doch gestern musste auch die Kopfschmerztablette ihre Dienste leisten, da ich es nicht ohne in den Griff bekommen habe. Bis in den späten Nachmittag plagte mich das Unwohlsein und immer wieder Kopfschmerzen. Hab mich wie ein dicker schwarzer Kater mit Brummkopf gefühlt :-)

Woran mag das liegen? Ist es mir vielleicht unbewusst einfach zu viel Trubel? Und am nächsten Tag bekomme ich das dann körperlich zu spüren? Ich hoffe ja stark, dass das nur eine Phase ist, weil mein Körper noch auf der Rückführung zurück ins Gleichgewicht ist. Und solche Feste einfach noch eine Nummer zu groß sind?!

Das Gute an solchen Tagen? Auch sie haben ein Ende! Man geht ins Bett und schläft bis zum nächsten Morgen durch. Das waren bei mir sogar knappe zehn Stunden, da ich sehr früh auf der Couch eingeschlafen bin. Richtig fit bin ich dennoch nicht aufgewacht, sodass ich nicht mal Zeit für mein morgendliches Yogaritual hatte. Aber auf mein gesundes Frühstück habe ich dennoch nicht verzichtet: es hab Hot Oatmeal (a.k.a. Haferbrei – aber in meinen Ohren hört sich das wie etwas an, das zu den Nahrungmittel der Ü80-Generation zählt) mit Haferflocken, gemahlenen Leinsamen, Banane und etwas Milch. Auf niedrigster Stufe anderthalb bis zwei Minuten in der Mikrowelle erwärmt. Als Topping diente mir heute selbstgemachtes Rharbermus. Lecker!
Heute steht auf jeden Fall noch Bewegung in der freien Natur an um auch hier meinem Körper und Geist etwas Gutes zu tun, damit er mich wieder lieb hat :-)

Und ganz im Sinne Buddhas beginnt jeder Tag von Neuem! Auf geht's!

Kommentare:

  1. Ich habe manchmal auch solche Durchhänger. Ich trinke ja maximal nur noch ein Glas Weinschorle, wenn ich ausgehe.
    aber trotzdem bin ich am nächsten Tag total kaputt und habe Kopfschmerzen.

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  2. Das Zitat von Buddha ist so toll! Muss ich mir gleich aufschreiben. :)

    Mir geht es aber mittlerweile auch so: Es muss nicht mal viel Alkohol im Spiel sein, aber nach Feierlichkeiten und kürzeren Nächten fühle ich am nächsten Tag ziemlich aus der Bahn geworfen.
    Vielleicht liegt es daran, dass ich so selten überhaupt Alkohol trinke, dass 3 oder 4 Gläser Sekt schon durchschlagen, ODER weil ich nicht mehr so häufig kurze Nächte am Wochenende habe und meinen Schlaf einfach brauche ODER weil mein Körper schon so an meine Ernährungsweise gewöhnt ist, dass das Essen bei Feierlichkeiten immer negative Auswirkungen auf mein Wohlbefinden hat (man isst dann ja doch meistens etwas mehr - auch wenn man die ganz bösen Sachen weglässt).

    Vielleicht muss man, wenn man täglich auf einen gesunden Lebensstil achtet und diesen auch lebt, damit rechnen, dass die kleinen Sünden schon einen größeren Ausschlag haben, weil man sich einfach sonst viel, viel besser fühlt. Deswegen sollte man sich aber nicht den Spaß verderben lassen, sondern einfach schon mit dem Erholungstag rechnen. ;)

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  3. Liebe Anni, liebe Julia,
    oh, da bin ich dann wohl doch nicht alleine! Das macht Mut! Danke für Eure Kommentare. Und liebe Julia, Du hast vermutlich Recht, dass unser gesunder Lebensstil und unser Körper, der sich daran gewöhnt hat und sich damit gut fühlt, solche Ausreißertage auch erstmal sortieren muss und damit zurecht kommen muss. Und das ist dann die Art und Weise wie wir dies spüren, wenn unser Körper wieder versucht das Gleichgewicht herzustellen.

    Und nein, den Spaß lassen wir uns nicht verderben, wichtig ist es zu wissen, anzuerkennen und dann den kommenden Tag von vorneherein als Erholungstag einplanen!

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  4. Ich habe vorhin gerade von meiner ähnlichen Nicht-Clean-Essenserfahrung geschrieben. Mir gings heute Nacht ähnlich und heute habe ich übrigens Kopfschmerzen... :-S

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