Mittwoch, 30. April 2014

Das Ende der Blogpause und der Anfang von 100 Tagen

Wer nicht zweifelt, muss verrückt sein.


– Peter Ustinov



Ostern war vorige Woche. Damit ist nun jede Fastenzeit beendet. Auch meine. Ab sofort wird der Blog also nun wieder gefüttert und ich gehe mit frischen Gedanken, ganz viel Motivation und Tatendrang zum nächsten Kapitel von HappyIch über. Das Ende der Fastenzeit habe ich mit einem herrlichen Erholungsurlaub in Marokko eingeläutet. Eine Auszeit, die für mich nach den aufreibenden und anstrengenden letzten Monaten (okay, letztes halbes Jahr…oder war es doch länger?) bitter notwendig war. So habe ich die Zeit dort genossen und alles gemacht was mir gut tut, darunter auch viel Yoga. Teilweise war ich mehrere Stunden am Tag aktiv was mein Energiekonto langsam aber stetig wieder angefüllt hat. Dazu gutes Essen, viel Lesen und herrlichen Sonnenstein. Körper und Geist konnten sich somit nach ein paar Tagen auf das Entspannen und einlassen und so bin ich nun leicht gebräunt und sonnengetankt wieder am Werk.


Der Anfang von 100 Tagen oder auch #100days


Das war nun also das Ende der Blogpause. Nun fragt ihr Euch vermutlich was der Anfang von 100 Tagen ist? Das ist ein unglaublich verrücktes Projekt, zu dem ich mich ganz spontan habe hinreißen lassen und an dem ich auch ein klitzekleines bisschen zweifle. Nicht an dem Projekt an sich sondern an dem Projekt und mir. Also an der Machbarkeit dessen. Ich merke schon, ich rede mich um Kopf und Kragen. Und Zweifel haben hier auch erst einmal keinen Raum. Schließlich bin ich doch schon voll drin. Also: es geht um das Projekt #100days. Angelehnt an die Idee von giveit100.com mache ich nun also das Experiment 100 Tage lang jeden Tag sportlich aktiv zu sein. Das klingt verrückt, oder? Ist es auch ein bisschen. Aber nichts ist so verrückt es nicht zumindest auszuprobieren und die eigenen Grenzen kennenzulernen. Gerne möchte ich meine Grenzen des eigenen Durchhaltevermögens zu weiten. Denn woran es mir nicht fehlen wird sind die sportlichen Aktivitäten, die mir zur Verfügung stehen. Hierzu habe ich schon zig Gedanken und gerade jetzt, wo wir uns Richtung Sommer zubewegen und draußen angenehmere Temperaturen herrschen, gibt es genug Möglichkeiten ohne eine Fitnessstudiomitgliedschaft zu haben. Was ich alles ausprobiere, was mir gefällt und nicht gefällt, teile ich gerne mit Euch in regelmäßigen Rückblicken. Damit ich mit diesem verrückten Experiment nicht alleine bin, gibt es ein paar Blogs, die ebenfalls mit machen und eine Facebook-Gruppe, die zum Durchhalten animiert. Möchtest auch Du dabei sein. Dann melde Dich bei bei #100days auf Facebook einfach an und mach mit!  Im Team ist es doch gleich viel einfacher.

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Jeder darf seine eigenen Regeln für die #100days aufstellen. Wenn ihr Euch auf der Webseite von giveit100.com mal umseht, dann merkt ihr gleich, dass es nicht nur um Sport geht. Es geht einfach nur darum sich einem Projekt für 100 Tage zu verschreiben. Der User J Hale nutzt es zum Beispiel um seiner Frau 100 Tage lang einen liebevoll geschriebenen Post-it Zettel zu hinterlassen. Skels versucht hingegen in 100 Tagen zu lernen Einrad zu fahren. Alles ist möglich und nichts ins unmöglich. So lange man es selbst möchte und sich damit fordern kann. In meinem Fall soll es also die sportliche Betätigung sein. Und das ganz Allgemein. Ich habe nicht das Ziel in 100 Tagen 100 Liegestützte am Stück zu schaffen oder 10 Minuten in einer Plank zu verharren. Alles Ziele, die sich lohnen könnten. Aber ich möchte meine Regeln noch freier gestalten. Mein Motto heißt “100 Tage am Stück sportlich aktiv zu sein”. Und das alleine ist schon eine Herausforderung, wenn ich weiß, dass bis Anfang August (100 Tage von heute ab ist der 7. August) noch eine Konfirmation, zwei Hochzeiten, ein Junggesellenabschied, eine 3-tägige Tagung und mindestens vier Flüge auf dem Plan stehen. Denn in diesen 100 Tagen geht mein Leben ganz normal weiter. Ich sitze weiterhin ab halb acht morgens an meinem Schreibtisch im Job und mein Alltag ändert sich in den groben Zügen auch nicht. Es kommt nur etwas hinzu: Sport. Und zwar geplant! Unter der Woche werde ich meistens gegen 5 Uhr aufstehen und meine Einheit absolvieren. An den Wochenenden mache ich meine Sporteinheiten wohl auch vormittags, aber natürlich etwas später.

Und damit ihr seht, dass ich schon gut vorgelegt habe, war ich doch tatsächlich gestern Morgen um 9 Uhr noch Powerwalken am marokkanischen Strand bevor der Flieger ging. Also selbst an Urlaubsabreisetagen ist es möglich das Ganze auch durchzuziehen. Seid gespannt, ich bin es auch!

In diesem Sinne: #100days, let’s go! Wer macht mit? Gerne natürlich auch auf Euren Blogs und bei Facebook!

P.S.: Für alle Hasthag-Fans via Twitter, Facebook und Instagram: mit dem Hashtag #100days könnt ihr alle Eure Aktivitäten verlinken.


Dienstag, 4. März 2014

Willkommen im März, in der Fastenzeit und einer kleinen Pause

Halte ein, wenn es Zeit ist innezuhalten.


– Buddhistische Weisheit








Hallo März. Bitte entschuldige, dass ich Dich mit etwas Verspätung schriftlich begrüße, aber der Übergang von Deinem Vorgänger Februar in den aktuellen Monat verlief wie geplant: vollbepackt, lang und anstrengend. Denn die letzten Tage im alten Monat und die ersten im neuen Monat standen im Zeichen des Abschlusses meines Großprojektes. Von Wochenende war weit und breit keine Spur. Aber es ist geschafft! Und so habe ich Dich “schufftend” begrüßt. Mit allem drum und dran. Mit Schweiß und Staub. Aber das brauche ich Dir ja nicht zu erzählen, Du warst ja live dabei. Aber Euch möchte ich es erzählen, meinen treuen Lesern. Und Euch gegenüber bin ich auch ganz ehrlich. Denn die letzten Wochen zehrten an mir doch um einiges mehr als ich es erwartet hatte. Nicht, dass ich es nicht hätte vorhersehen können, ich wollte es einfach nicht. Mein Überstundenkonto schnellt in die Höhe (nicht, dass ich es mir ansehen würde) und mein Energielevel sinkt gen Nullpunkt. Es war viel, ich habe alles gegeben, und es lief gut. Natürlich werden in den nächsten Wochen noch kleine Nacharbeiten anstehen während ich mich schon den nächsten Arbeitsprojekten widme, die Ende März und Anfang April durchgeführt werden. Bis ich dann an Ostern in den wohlverdienten Urlaub entschwinde. Doch bis dahin ist in meinem Job 1.0 noch einiges zu tun. Langeweile kommt auch in den nächsten Wochen und Monaten nicht auf. Da ist es nur gut, dass ich meinen Job liebe und unglaublich gerne mache.

Der neue Monat fällt dieses Jahr komplett in die Fastenzeit. Ab morgen, am Aschermittwoch, wird wieder auf der ganzen Welt gefastet. Viele meiner Freunde fasten Facebook (kein Facebook während dieser Zeit), andere verzichten traditionell auf Süßes, die Nächsten verbannen jegliche Kohlenhydrate oder halten es wie ich die letzten Jahre und halten sich ans Konsumfasten. Dieses Jahr hat nichts so wirklich zu mir gepasst und ich habe ganz stark gespürt, dass ich etwas nicht “lassen” möchte. Viel lieber möchte ich dazugewinnen. Nämlich Zeit für mich. Freude. Glücklich sein. Gelassen sein. Bunt vor mich hinzutreiben. Oder wie das Zitat oben beschreibt, einfach inne zu halten. Denn genau dieses Zitat ziert neben einem Buddha mein Kalenderblatt diese Woche. Aha! Passender könnte es nicht sein.

Durch den erhöhten Arbeitsaufwand im Job, den vielen Ecken im Haus, die nach dem Umzug noch nicht aufgeräumt sind (natürlich sind das alles Ecken, die nur ICH sehe…denn sie sind im Keller oder der Garage versteckt) und natürlich einige Bereiche, die noch eingerichtet werden wollen wie z.B. die Terrasse, die hoffentlich ab April dank Sonnenschein auch oft genutzt werden darf. Zudem arbeite ich im Hintergrund an zwei Projekten, die zu diesem Blog gehören, die mich ebenfalls zeitlich einnehmen. Denn wenn ich etwas mache, was mir Spaß macht, wie das Schreiben dieses Blogs, dann mache ich es mit Herzblut und all meinem Elan. So wie ich gerade meinen Job 1.0 lebe. Aber alles auf einmal geht nicht. Auch bei mir nicht. Und auch nicht bei Superwoman. Ich versuche zwar immer mal wieder ob ich mit Blinzeln á la Bezaubernde Jeannie schneller vorankomme, aber es mag noch nicht gelingen. Daher mache ich das, was realistisch ist und tue das, was ich jahrelang nicht gemacht habe: ich achte auf mich. Die letzten Wochen ging ich verdammt nah an meiner Leistungsgrenze und ich bin gerade dabei diese zu überschreiten, weil ich alles auf einmal möchte. Meinen Job gut machen, ein hübsches und ordentliches Zuhause haben, all meine Gedanken in Blogartikel umwandeln, im Hintergrund Neues entwickeln, meine Partnerschaft pflegen, genügend ICH-Zeit wahrnehmen, Sport machen, an der gesunden Ernährung festhalten, genug Schlaf bekommen, Alltagsdinge erledigen, …..ich höre jetzt an diesem Punkt mit der Aufzählung auf. Ihr wisst was ich meine. Es ist gerade zu viel. Und wenn etwas zu viel ist, dann muss man etwas weniger machen. Logisch, oder? Schließlich predige ich hier bei HappyIch auch immer wieder wie wichtig es ist achtsam mit sich umzugehen. Und genau das werde ich in dieser Fastenzeit tun: achtsam mit mir sein und das wertschätzen was da ist. Daher nutze ich diese Zeit bis Ostern all das zu tun was zwingend getan werden muss (nämlich den Job 1.0) und die restliche Zeit gut auf mich zu achten. Es gilt meine Energiereserven zu halten und diese langsam – Stück für Stück – wieder aufzuladen. Damit ich hier wieder richtig durchstarten kann und Euch mit all den Dingen, die im Hintergrund laufen überraschen kann. Denn es wird toll werden!

Für alle HappyIch-Süchtigen (hihi) gibt es keinen Grund zur Traurigkeit: auf meiner Facebook-Seite gibt es weiterhin täglich die Inspiration des Tages und ab und an ganz sicher auch Fotos aus meinem Alltag! Nur Blogartikel, die gibt es erst wieder nach der Fastenzeit und meiner damit verbundenen Fastenpause. Nämlich dann, wenn ich Ende April wieder aus dem Urlaub zurück bin.

Was mich jedoch total interessieren würde ist, wer von Euch ab morgen fastet und was ihr macht. Auch wenn ich nicht darüber gebloggt habe (weil ich es zeitlich nicht untergebracht habe) nutze ich in der Fastenzeit wieder das Programm “7 Wochen Ohne”. Ich habe den großen Wandkalender, der neben meinem Bett liegt (und nicht hängt) und wo ich mir jeden Tag morgens vor dem Aufstehen die Tagesinspiration durchlese. Mittlerweile habe ich alle Kalenderformate durch und habe mich dieses Jahr bewusst für diesen Kalender entschieden, denn gerade die Fotomotive, die bei diesem Programm verwendet werden sind ausschlaggebend. Und in einem großen Format wirken sie einfach besser wie beispielsweise beim Tischkalender, auch wenn dieser praktischer ist. Das Bild fotografiere ich an dem Tag übrigens ab und nutze es auf dem Smartphone als Sperrbildschirmbild für den jeweiligen Tag. So werde ich immer wieder daran erinnert.


Natürlich gibt es auch in meinem März schon die in oder andere Freudenpause in meinem Terminkalender:
  • den Stammtisch mit tollen Frauen
  • einen Kosmetiktermin
  • eine weitere Lomi Lomi-Massage
  • das erste Eis auf der eigenen Terrasse im Sonnenschein
  • neue Hörbücher

Die Liste fällt etwas kleiner aus, da meine Freizeit aktuell (noch) einfach knapp bemessen ist. Dennoch sind es wunderbare kleine Inseln, die mir meinen Alltag mit Freude versüßen.
Wie gesagt geht es auf Facebook weiter wie gewohnt während ich im Hintergrund meinen Bleistift spitze und meinen Alltag neu plane. Und natürlich an Blogideen bastel.


Mittwoch, 19. Februar 2014

Die eigenen Grenzen wahren


Glück heißt seine Grenzen kennen und sie lieben.


- Romain Rolland



Zu viel. Zu viele Aufgaben stehen auf der Liste. Zu viele Menschen zerren an meinen Armen. Jeder möchte etwas von mir. Ich eingeschlossen. Jeder von uns hat seine ganz persönliche Leistungsgrenze. Und wir haben sie alle schon an unseren Fußknöcheln gespürt, wenn sie erreicht zu sein schien. Ich stelle mir meine immer wie einen roten Haushaltsgummi vor. So ein ganz dünner. Er ist in einigen Metern Abstand um mich herum gespannt. Er ist nicht perfekt und umfasst mich nicht in einem exakten Kreis sondern relativ unförmig. In manchen Lebensbereichen stoße ich schneller an seine Grenzen. Dann berühren meine Fußknöchel die gespannte Gummischnur, die mich am Weitergehen hindert. Nun weiß ich, dass ich meine Grenzen noch immer ein bisschen überspannen kann, denn starr sind meine Grenzen nicht, man kann durchaus mit ihnen spielen. Aber Achtung! Auch so ein Haushaltsgummi ist nicht reißfest. Bei zu viel Dehnung reißt er, schnalzt uns entgegen und kann uns verletzen. So ist es auch mit den eigenen Grenzen. Ich kann mit ihnen spielen und ein bisschen übertreten, aber wenn ich zu stark dem Gegendruck entgegenwirke, dann reißt alles. Ich weiß das ganz genau, denn hinter meinen Grenzen ist Sperrgebiet. Und in diesem Sperrgebiet ist alles grau, nebelig, kalt und ungemütlich. Und dort wohnen unschöne graue Gestalten. Sie sind allerdings extrem gastfreundlich und freuen sich, wenn man in deren Land einreist. Diesen Einreisestempel trage ich bereits in meinem Seelenpass und habe keinerlei Bedürfnis einen weiteren zu sammeln.


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Nicht umsonst trägt dieser Post den Titel “die eigenen Grenzen wahren”. Denn gerade wenn man in einer Ausnahmephase fast täglich die Leistungsgrenze überspannt, gilt es auch täglich wieder einen Schritt zurück zu machen um die Spannung rauszunehmen. Sonst geht diese Rechnung nicht auf und es knallt sprichwörtlich. Und so erlaube ich mir selbst regelmäßig den Schritt zurück um meine eigenen Grenzen zu wahren. Zum Beispiel mit einem Kinobesuch. Am Sonntag. Vormittags. Mit Frühstück. Und der besten Freundin. Da tanke ich auf um für den nächsten Tag und die kommende Woche wieder Energie verfügbar zu haben und noch einmal richtig durchzustarten bevor eines meiner Großprojekte im Job seinen vorläufigen Abschluss findet.



Freitag, 14. Februar 2014

Die schönste Art Liebe zu verschenken


Der große Reichtum unseres Lebens, das sind die kleinen Sonnenstrahlen, die jeden Tag auf unseren Weg fallen.


– Mark Twain


Egal was für ein Datum heute auch sein mag. Es könnte auch der 38. Frezember sein. Heute ist einfach ein wunderschöner Tag, denn ich darf die Freude eines anderen Menschen beobachten und begleiten. Es haben sich an die 50 Frauen (oder auch ein paar mehr) zusammengeschlossen um einer Freundin, die gerade einiges an Gewicht auf ihren Schultern trägt, eine Freude zu machen. Und das ist etwas, was jeder von uns tun kann: Liebe verschenken. Ganz einfach.


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Auf jeden von uns warten weniger rosarote Phasen im Leben. Manche dauern länger, manche haben eine kürzere Haltbarkeit. Was wir aber in dieser Phase am dringendsten benötigen, ist ein kleines “Pick-me-up”. Ein Freudenfeuer in unseren Herzen. Zu wissen, dass es Menschen gibt, die einfach nur da sind ohne dass sie tatsächlich helfen können die Last zu tragen. Aber die hinter einem stehen und einen auffangen, wenn wir unter dem Gewicht zusammenzubrechen drohen. Solche wundervollen Menschen gibt es überall. Im Freundeskreis, unter Kollegen, in der Nachbarschaft, im Verein, in der ehrenamtlichen Tätigkeit, in der Familie und auch in virtuellen Internetgruppen.


Wenn auch Du jemanden in Deinem Umfeld hast, der eine ordentliche Portion Liebe gebrauchen könnte, dann mach folgendes:

  1. Trommel eine Gruppe Personen zusammen, die zu der Person Kontakt halten
  2. Vereinbart einen festen Termin, an dem alle dieser Person eine Karte oder einen Gruß per Post zukommen lassen
  3. Schickt ALLE an diesem Tag Eure Grüße ab 
  4. Wartet geduldig ab bis der/die Beschenkte sich meldet (und das ist als Schenkender der anstrengendste Part….Geduld wir hier gefordert
  5. Genießt die Freude, die der Beschenkte damit hat


Und im Idealfall klingelt der Postbote persönlich beim Beschenkten, da all diese Umschläge nicht in den Briefkasten passen! Das ist ein ganz wundervolles Gefühl für den Beschenkten und die schönste Art Liebe zu verschenken!

P.S.: Und wisst ihr was? Es beflügelt einen selbst so viel Freude zu verschenken. Das ist ein wunderbares Gefühl und gibt einem selbst so viel wie dem Beschenkten! Herrlich! Freude schenken für andere und sich selbst!


Dienstag, 11. Februar 2014

Ein Valentinstag fürs Selbst | 10 Tipps


Gibt es eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?


– Charles Dickens



Der 14. Februar steht in wenigen Tagen vor der Türe. Für viele hat er einen ganz anderen Namen: Valentinstag. In meinem Februar-Post hatte ich bereits einen Einblick gegeben, dass man diesen Tag doch auch einfach mal für sich selbst nutzen kann. Sich sozusagen selbst beschenken. Denn die meisten von uns machen das einfach viel zu selten. Wir sind für die Familie da, für Kollegen und Freunde und ganz am Ende der Liste kommen dann wir selbst. Auch mir ging das jahrzehntelang so und ich empfand das als völlig normal. Anderen eine Freude zu machen und stets hilfsbereit zu sein. Das ist doch auch ein tolles Gefühl. Was auch bei mir keinerlei Raum in meinem Leben einnahm war mir selbst Zeit zu schenken. Die Notwendigkeit habe ich nie verstanden. Bis zu meinem Burnout. Wenn man mit therapeutischer Hilfe mal das eigene Leben betrachtet, das scheinbar vor einem in tausend Scherben liegt, dann wird einem auf einmal bewusst: man hat sich selbst übergangen. Oder man hat sich gar selbst verloren. Man braucht jedoch keinen Burnout um zu erkennen, dass man sich selbst Gutes tun darf. Oder wie meine Freundin Anita vor einigen Wochen zu mir sagte “wenn Du Dir nichts Gutes tust, wer soll es denn dann tun?” Bingo. Der saß! Und daher möchte ich dies gerne an Euch weitergeben. Das Valentinswochenende steht vor der Tür und an einem dieser Tage könnt ihr Euch Zeit mit Euch selbst schenken. Und das ist total unabhängig davon ob ihr in einer Partnerschaft seid oder nicht. Wenn ja, dann macht ihr einen Tag etwas mit Eurem Partner und einen anderen wählt ihr für Euch. Wer schon gut verplant ist, findet sicherlich zumindest eine oder zwei Stunden, die er sich schenken kann. Getreu dem Motto:


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Hier 10 Tipps zur Umsetzung:
  1. Schnapp Dir ein Buch oder Deine Lieblingszeitschrift, reserviere einen Tisch im Café und gehe genüsslich frühstücken. Im Nachgang oder während dessen kannst Du immer wieder ein bisschen schmökern.
  2. Beschenke Dich selbst mit einem schönen Strauß Blumen. Das müssen nicht die Rosen sein, die zu Valentinstag eh überteuert sind. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar Bund Tulpen? Habe Freude daran diese selbst in einer Vase zu Hause zu arrangieren und erfreue Dich an den frühlingsfrischen Farben und dem herrlichen Blumenduft.
  3. Gönne Dir eine Auszeit: buche Dir einen Termin am Samstag (oder Sonntag in einem Spahotel Deiner Nähe) für eine Massage, Gesichtsbehandlung oder Pediküre.
  4. Recherchiere ob es in einem Yogastudio in der nächst größeren Stadt am Wochenende einen Einsteigerkurs gibt (oder für Geübte einen Fortgeschrittenenkurs) und vereinbare eine Probestunde. (Geht auch im Kung-Fu Studio oder was auch immer toll für Dich klingt)
  5. Leihe Dir in der Videothek einen Film aus, den Du schon lange mal sehen möchtest, und mache es Dir damit auf dem Sofa gemütlich. Wie wäre es mit einem Schokopudding oder einer Schale Popcorn dazu?
  6. Gönne Dir einen schönen Spaziergang, z.B. im Wald oder in den Weinbergen. Auch hier kannst Du ein Buch mitnehmen und Dich auf einer Parkbank niederlassen. Oder vielleicht nimmst Du sogar ein kleines Winterpicknick für Dich mit und genießt eine kleine Pause und die herrliche frische Luft.
  7. Gönne Dir eine Spabehandlung zu Hause: im Internet gibt es viele Rezepte für selbstgemachte Peelings oder Gesichtsmasken. Oder Du nimmst eine aus dem Drogeriemarkt, die gibt es bereits für unter einem Euro. Gönne Dir ein Schaumbad, eine Gesichtmaske oder ein Peeling und verwöhne Deine Nägel mit einer neuen frischen Farbe.
  8. Recherchiere den Spielplan Deines Kinos und genieße eine Nachmittagsvorstellung (da sitzen nicht so viele Pärchen wie abends). Oder wie wäre es mit einer spontanen Theatervorstellung?
  9. Lege Dich auf die Couch oder setze Dich auf Deinen Lieblingssessel, zünde um Dich herum eine Vielzahl von Kerzen an, kuschel Dich ein und genieße eine heiße Tasse Tee, Kaffee oder Kakao und lausche einer tollen CD (wie wäre es beispielsweise mal mit Jazz oder Swing?)
  10. Ein Liebesbrief für Dich. Das scheint vielleicht etwas komisch, ist aber sehr effektiv. Leider tendieren wir dazu uns immer daran zu erinnern, was wir nicht gut können oder nicht gut gemacht haben, wo sich zu viel Fett an unserem Körper tummelt und wie viel Schokolade wir wieder gegessen haben. Aber: da gibt es doch noch ganz, ganz viele tolle Seiten an uns. Schreibe daher einfach mal einen Brief an Dich was Du alles an Dir magst und toll findest. Falls Dir so gar nichts einfallen mag: wie wäre es mit Deinem Lächeln? Oder wie gut Du als Kind Seilspringen konntest? Und wenn so gar nichts kommen mag, rufe einen Freund an und frag ihn welche drei Dinge er/sie an Dir schätzt. Schreibe diese auf und vielleicht fällt Dir dann doch noch das ein oder andere auf.

Nutze diesen Valentinstag doch einfach für Dich! Denn wenn Du Dir die Liebe selbst nicht gibst, wer soll es denn dann tun? In diesem Sinne habe ich für mich am Samstag eine Lomi Lomi Massage gebucht, die ich in vollen Zügen genießen werde! Und ich freue mich darauf zu hören, was ihr für Euch ausgesucht habt.


Dienstag, 4. Februar 2014

Schnelle Quinoa Tex-Mex Pfanne


Essen ist ein Bedürfnis, genießen ist eine Kunst.


– François de La Rochefoucauld



Eine Stunde Mittagpause. Minus 10 Minuten Fahrt. Minus grundsätzlich fünf Minuten zu spät aus dem Büro. Bleiben mir 45 Minuten zu Hause fürs Mittagessen. Da muss es richtig schnell gehen und mehr als 20 Minuten darf das Kochen nicht dauern. Schließlich möchte ich das Ganze auch noch in Ruhe und mit Genuss verspeisen.


Heute gibt es ein ganz einfaches, superschnelles Rezept: die Quinoa Tex-Mex Pfanne. Schön bodenständig und lässt Männerherzen höher schlagen. Und ganz nebenbei auch noch vegan.


Zutaten
  • 125g Quinoa, bereits vorgekocht (ich habe bunten Quinoa verwendet und diesen am Vorabend gekocht)
  • 1 Dose Kidney Bohnen
  • 1 Dose weiße Bohnen
  • 1 kl. Dose Mais
  • 3 EL Tomatenmark
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Wasser
  • 1 Zwiebel, klein geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, klein geschnitten (geht natürlich auch ohne)
  • 1 EL Öl zum Braten (z.B. Rapsöl)
  • Scharfmacher von Sonnentor
  • Salz & Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung
  1. Zwiebel und Knoblauch schälen, klein schneiden und mit 1 EL Rapsöl in der Pfanne ca. 2 Minuten anbraten
  2. Kidneybohnen und weiße Bohnen ordentlich in einem Sieb abspülen (bis keine Wasserblasen mehr auf den Bohnen zu sehen sind), abtropfen lassen und in die Pfanne zu den Zwiebeln und dem Knoblauch geben
  3. Mais abgießen und ebenfalls in die Pfanne geben
  4. Gemüsebrühe hinzugeben und einmal aufkochen lassen
  5. Tomatenmark und restliches Wasser einrühren, mit Scharfmacher je nach Belieben würzen
  6. Etwas einköcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Den vorgekochten Quinoa mit in die Pfanne geben und alles ordentlich vermischen und kurz erhitzen.

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Das Rezept ist so genial einfach, dass es fast schon wieder verboten ist. Wer noch Räuchertofu im Haus hat, kann diesen ebenfalls würfeln und gleich zu anfangs mit den Zwiebeln und dem Knoblauch scharf anbraten. Schmeckt auch lecker. Guten Appetit!

Wenn es mal wieder ganz schnell gehen muss, dann ist das ein ideales Rezept. Auch gut mit Reis zu machen, wer diesen noch vom Vortag übrig hat. Oder mit Kartoffeln. Ihr seht schon, das geht mit allem.


P.S.: Was auf dem Foto sozusagen aussieht wie Bolognese ist tatsächlich der Quinoa.




Samstag, 1. Februar 2014

Herzlich willkommen im Februar

Wir sollten alles gleichermaßen vorsichtig wie auch zuversichtlich angehen.


– Epiktet



Dieses war der erste Streich. Doch der zweite folgt zugleich. Diese Worte von Wilhelm Busch aus dem Kinderbuch “Max und Moritz” sind irgendwie für den Februar perfekt zugeschnitten. Denn er ist gleich der zweite Monat, der sich im Glanz des neuen Jahres aalt. Der Februar ist für viele der Monat der Liebe und meist auch der Beginn einer 7-wöchigen Fastenzeit. Alle Singles oder Unglücklichverliebten unter Euch denken bestimmt sofort “jetzt geht das mit dem Valentinsgedöns schon wieder los”. Da sage ich gleich mal STOP. Wer sagt denn, dass der Monat der Liebe dem Partner gewidmet sein muss? Wie wäre es den Monat zum eigenen Monat zu erklären und sich einmal einen Monat lang die Zeit zunehmen sich selbst zu verwöhnen und sich selbst die Liebe zu schenken anstatt einem anderen? Das wäre doch mal ein toller Ansatz für jeden und völlig beziehungsstatusungebunden.




Der Februar an sich hat ja immer einen Sonderstatus, da er nie mit anderen Monaten gleichzusetzen ist. Denn er ist der Ausnahmemonat mit weniger Tagen. Dieses Jahr sind es 28 an der Zahl. Auch rein wettertechnisch könnte der Februar ein Ausnahmemonat werden. Entweder er beschert uns den Wintereinbruch oder er windet sich um diesen herum. Es könnte ein schneereicher Monat werden oder auch einfach nur ein eisiger oder gar milder. Alles ist möglich.
Nun aber zu meinem Februar. Mein Kalender ist gut gefüllt und auch eines meiner aktuell drei großen Projekte im Job, an dem ich bereits seit einem Jahr intensiv arbeite wird sein Ende finden. Auf diesen Moment freue ich mich, wenn es auch bedeutet, dass im Februar diesbezüglich noch einiges zu tun ist und zahlreiche Überstunden anfallen. Und genau das ist der Grund, warum ich mir im Februar einfach viel Gutes tun möchte. Die ein oder andere Idee wird auf jeden Fall noch in einem gesonderten Blogartikel seinen Platz finden.


Was bei mir im Februar so alles ansteht, hat mir ein Blick in meinen Terminkalender verraten:
  • ein veganer Backkurs
  • eine traditionelle, mehrstündige Lomi Lomi Massage
  • die Urlaubsbuchung fürs Frühjahr
  • neue Sofakissen (sind schon bestellt, die Lieferung dann im Februar)
  • eine Überraschungsgeburtstagsparty
  • ein veganer Restaurantbesuch in Mannheim
  • ein Krämermarktbesuch (ich gehe zu genau einem im Jahr und der ist immer im Februar und da gibt es auch schon ne kleine Einkaufsliste)
  • den Theaterbesuch für eine klassisch schwäbische Komödie

Da ist einiges dabei und auch einiges um den Ausgleich zum Job zu finden. Mein Ziel ist es mir entspannte Momente zu verschaffen und auf mich und meinen Körper zu hören. Immer wieder innerlich herunterzufahren, mich mit ausgewogenem Essen gut nähren und immer wieder Atempausen zu nehmen. Das ist mein Plan für einen kurzen, aber auch arbeitsintensiven Monat.


Und bei Euch? Was steht bei auf Eurer Monatsplanung?