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Montag, 26. Mai 2014

Veganer Mozzarella | Die schnelle Alternative

Ein gutes Essen bringt Leute zusammen.


– Sokrates



Veganer Mozzarella gibt es nicht. Oder doch? Es gibt zahlreiche Rezepte diesen selbst herzustellen, was ich noch immer nicht ausprobiert habe, dabei sind die Flohsamenschalen bei mir längst eingezogen und auch Cashewnüsse sind immer griffbereit. Aber dazu fehlt mir noch immer die Zeit und Muse. Daher staunte ich nicht schlecht, als ich bei meinem Biohändler die Alternative fand: veganer Mozzarella aus gesprossenem Vollkornreis von vegan friendly. Dieser ist auch bei Denns erhältlich.  Die Optik der Verpackung war dem Original schon sehr nahe, daher habe ich mich mal wieder getraut es auszuprobieren. Wie ihr wisst, stehe ich mit veganen Käsealternativen auf dem Kriegsfuß, denn mir schmeckt es alles nicht. Wobei ich sicherlich auch noch nicht alles ausprobiert habe, dafür aber schon viel Geld in die Tonne gekloppt habe. Aber es juckte mir in den Fingern und ich wollte wissen, ob dieser vegane Mozzarella sommertauglich ist und meine Caprese ab sofort gerettet ist.


Veganer Mozzarella_1


Veganer Mozzarella im Schnitttest


Da es bei mir in der Mittagspause immer schnell gehen muss, hatte ich mir für heute die Caprese vorgenommen, was super schnell geht. Tomaten schneiden, Basilikumblätter abzupfen und waschen und das Kräutersalz sowie italienisches Olivenöl und Balsamicocreme zurecht stellen. Und nun die Frage aller Fragen: was kommt da wohl aus der Verpackung raus? Zuerst war ich überrascht, denn der Mozzarella ist innerhalb der Verpackung noch einmal verpackt wie eine abgepackte Schinkenwurst. Einmal aufgeschnitten, ließ sich die Verpackung leicht abziehen. Die Konsistenz: wie Mozzarella aus Milch. Er ist super leicht zu schneiden und bleibt auch geschnitten in Form und bricht nicht auseinander. Und so sieht das Ganze dann fertig aus. Voila: veganer Mozzarella mit Bio-Tomaten, Basilikum, Olivenöl, Balsamico und mit Kräutersalz gewürzt.


Veganer Mozzarella_2


Veganer Mozzarella im Geschmackstest


Eins kann ich gleich sagen: er schmeckt nicht wie echter Mozzarella, aber das habe ich auch nicht vermutet. Ich finde nämlich, dass echter Mozzarella durchaus einen Eigengeschmack hat. Die vegane Alternative ist recht geschmacklos und nimmt wie die meisten veganen Alternativen den Geschmack der Gewürze gut an. Die Konsistenz ist hier wirklich ausschlaggebend. Entgegen diesem Bericht fand ich den Mozzarella nicht säuerlich sondern sehr neutral. Für mich ist das eine Alternative, wenn ich zur Grillparty einlade und für die anderen Gäste die klassische Variante mache. So sieht mein Teller genauso aus und man hat noch etwas anderes im Mund als nur pure Tomate. Und gut gewürzt passt er sich der Caprese bestens an.

Wer also einen Mozzarella-Ersatz sucht, der keinen starken Eigengeschmack hat, sich aber dennoch wie das Original verhält, der ist mit dem Bio Risella gut aufgehoben. Den restlichen veganen Mozzarella werde ich noch zum Überbacken teste. Ich bin gespannt!


Freitag, 9. Mai 2014

Berlin City Girl


Sie is´n Berlin City Girl
Sie is´n Berlin City Girl
Sie is´n Berlin City Girl
Und sie weiß, dass ihr die Welt gehört.


– Culcha Candela

 
Genau so fühle ich mich gerade: wie ein hippes, vor Ideen sprühendes, cooles und kreatives Berlin City Girl. Warum? Na, weil gerade drei Tage Hauptstadtbesuch hinter mir liegen. Nach der Blogst Konferenz hatte ich mir die Internetkonferenz re:publica ausgesucht um mir frischen Input zu holen und Neues zu lernen um es dann hier umsetzen zu können. Die Onlinewelt trifft sich zu diesem Event in der Station Berlin und tagt drei Tage lang zu allem was gerade im Netz aktuell ist. Von Snowden über Snowfall, von Bloggern zu Netzaktivisten. Die Atmosphäre in dem ehemaligen Bahnhofsgelände versprüht industriellen Charme und ist wohl eine der tollsten Eventlocations abseits jeglicher Kongresshallen, die ich je erlebt habe (und ich habe wirklich schon viele gesehen). Allein der erste Anblick von außen und innen war beeindruckend. Aus Eventsicht (ja, ich bin auch ein alter Eventplanungshase) hat sich das re:publica Team vieles einfallen lassen und das Motto “Into the Wild” mit dem Waldmotiv überall umgesetzt. Das allein fand ich toll. Schließlich versammelten sich hier 5.000 Menschen aus aller Welt um sich inspirieren zu lassen, Vorträgen zu lauschen oder Workshops zu besuchen. Das Programm war sehr umfangreich, was es für mich tagtäglich schwer machte zu entscheiden zu welchem Vortrag ich gehe, wenn zeitgleich über 12 Sessions statt fanden. 

Kreativ waren auch die Redner, die ihrem Programmpunkt so einen originellen Namen verpassten, dass man gar nicht wusste was sich dahinter verbirgt. Marketingtechnisch sehr gelungen, jedoch für die Orientierung und Entscheidungsfreudigkeit eine Herausforderung. Ich für mich habe leider wenige gute Vorträge gehört und mich teilweise auch gefragt nach welchen Kriterien die Redner ausgewählt wurden. Das zeigte sich durch schlechte Vortragsqualität in rhetorischer Hinsicht und leider auch Vorträgen ohne Botschaft und jeglichen Mehrwert. Impulse gab es für mich dennoch ausreichend, jedoch abseits der Bühnen. Im persönlichen Gespräch. Das wunderbare an so einer Konferenz ist natürlich die Jugendhaftigkeit der digitalen Welt und dass man mit jedem sehr unkompliziert ins Gespräch kommen kann. So lernte ich neue Gesichter aus unterschiedlichen Branchen der Onlinewelt kennen und sah auch einige Blogger wieder, die ich an anderen Stellen schon getroffen hatte oder durch den virtuellen Austausch kannte.

republica 14


Wie ihr wisst, befinde ich mich aktuell auch mitten in der #100days Challenge (wir sind tatsächlich schon über 800 Mitglieder in der Facebook Gruppe), die natürlich auch in Berlin nicht unterbrochen wurde. Nein, jeden Morgen traf ich mich mit Svenja im Hotelfitnessstudio zum Schwitzen bevor es gemeinsam zur re:publica ging. So habe ich auch die erste Bekanntschaft mit einer Rudermaschine geschlossen, die am ersten Tag noch etwas holprig war und am zweiten Tag schon viel flüssiger. Man könnte fast behaupten, ich hätte mich in dieses Gerät ein bisschen verliebt. Auch der Crosstrainer und das Laufband durften daran glauben und damit waren Tage 9-11 abgehakt. Gestartet bin ich übrigens immer mit einer kleinen Handvoll Nüsse und Cranberries, da mir sonst bei Sport auf nüchternem Magen übel wird.

workout berlin


Verliebt habe ich mich auch in Berlin Mitte und die außergewöhnlichen Shops im Bikini Haus. Da findet man ganz besondere Dinge, die einem nicht in der Fußgängerzone begegnen. Hier habe ich auch was ganz neues entdeckt: Matcha Schokolade. Natürlich durfte eine Tafel mit mir nach Hause gehen, die ich ganz behutsam vernaschen werde.

Bikini Haus


Ganz viel kreativen Input bekam ich von der amerikanischen Künstlerin und Bloggerin Stephanie Levy. Sie kreiert unglaublich schöne Collagen und teilt ihr Wissen in E-Kursen. Ich habe mich auf der re:publica und abseits davon stundenlang mit ihr im schönsten American Englisch gepaart mit vielen deutschen Begriffen unterhalten. Denglish at its best. Stephanie ist im Herzen Berlinerin und liebt ihre Soulcity mit Haut und Haar. Ihre Kursteilnehmer kommen aus allen Ecken der Welt: USA, Australien, England, Südamerika, Niederlande, Deutschland und vielen anderen Ländern. Dieses Jahr hat sie noch zwei kreative Seminare namens Berlin Art Workshop im Angebot: direkt in Berlin. Sie hat mit so viel Herzblut davon gesprochen, dass ich wirklich total Lust hätte mich ein paar Tage kreativ auszulassen – das Ganze ist nämlich auch für Anfänger empfehlenswert. 

stephanie levy


Stephanie zeigte Svenja und mir wunderschöne Shoppingstraßen abseits des Mainstream und führte uns ins Green Tea Café Mamecha. A dream come true, kann ich da nur sagen. Wir teilten uns einen unglaublich leckeren Green Tea Cheesecake zu dem ich einen Matcha Latte genoß. Herrlich! Am liebsten wäre ich dort nie mehr fort gegangen und wenn ich mal wieder in Berlin bin, ist dieses schnuckelige Café auf jeden Fall Pflicht.

Mamecha Cafe


Spontan trafen wir uns auch noch mit unserer virtuellen Freundin Uta im veganen Restaurant Viasko zu einem entspannten und leckeren Abendessen, vielen interessanten Themen, lautem Gelächter (das ganze Restaurant wird sich an uns Erinnerung) und den ein oder anderen emotionalen Tränchen. Aber seht selbst wie lecker das Essen aussah:
 viasko


Während ich das alles so schreibe, kommt es mir selbst so vor als ob ich weit mehr als drei Tage in Berlin gewesen wäre. Die Tage und Abende waren gut gefüllt und unglaublich inspirierend. In meinem Oberstübchen formten sich so viele Gedanken, dass ich bereits beim Rückflug gestern Abend am Gate und den kompletten Flug nach Stuttgart alle Ideen wasserfallmäßig niedergeschrieben habe. Ich bin gespannt was sich daraus noch formen wird.


P.S.: Auch Svenja hat über unseren Berlinausflug gebloggt. Hier geht’s zu ihrem Fazit.














Dienstag, 4. Februar 2014

Schnelle Quinoa Tex-Mex Pfanne


Essen ist ein Bedürfnis, genießen ist eine Kunst.


– François de La Rochefoucauld



Eine Stunde Mittagpause. Minus 10 Minuten Fahrt. Minus grundsätzlich fünf Minuten zu spät aus dem Büro. Bleiben mir 45 Minuten zu Hause fürs Mittagessen. Da muss es richtig schnell gehen und mehr als 20 Minuten darf das Kochen nicht dauern. Schließlich möchte ich das Ganze auch noch in Ruhe und mit Genuss verspeisen.


Heute gibt es ein ganz einfaches, superschnelles Rezept: die Quinoa Tex-Mex Pfanne. Schön bodenständig und lässt Männerherzen höher schlagen. Und ganz nebenbei auch noch vegan.


Zutaten
  • 125g Quinoa, bereits vorgekocht (ich habe bunten Quinoa verwendet und diesen am Vorabend gekocht)
  • 1 Dose Kidney Bohnen
  • 1 Dose weiße Bohnen
  • 1 kl. Dose Mais
  • 3 EL Tomatenmark
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Wasser
  • 1 Zwiebel, klein geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, klein geschnitten (geht natürlich auch ohne)
  • 1 EL Öl zum Braten (z.B. Rapsöl)
  • Scharfmacher von Sonnentor
  • Salz & Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung
  1. Zwiebel und Knoblauch schälen, klein schneiden und mit 1 EL Rapsöl in der Pfanne ca. 2 Minuten anbraten
  2. Kidneybohnen und weiße Bohnen ordentlich in einem Sieb abspülen (bis keine Wasserblasen mehr auf den Bohnen zu sehen sind), abtropfen lassen und in die Pfanne zu den Zwiebeln und dem Knoblauch geben
  3. Mais abgießen und ebenfalls in die Pfanne geben
  4. Gemüsebrühe hinzugeben und einmal aufkochen lassen
  5. Tomatenmark und restliches Wasser einrühren, mit Scharfmacher je nach Belieben würzen
  6. Etwas einköcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Den vorgekochten Quinoa mit in die Pfanne geben und alles ordentlich vermischen und kurz erhitzen.

quinoa_texmex_pfanne


Das Rezept ist so genial einfach, dass es fast schon wieder verboten ist. Wer noch Räuchertofu im Haus hat, kann diesen ebenfalls würfeln und gleich zu anfangs mit den Zwiebeln und dem Knoblauch scharf anbraten. Schmeckt auch lecker. Guten Appetit!

Wenn es mal wieder ganz schnell gehen muss, dann ist das ein ideales Rezept. Auch gut mit Reis zu machen, wer diesen noch vom Vortag übrig hat. Oder mit Kartoffeln. Ihr seht schon, das geht mit allem.


P.S.: Was auf dem Foto sozusagen aussieht wie Bolognese ist tatsächlich der Quinoa.




Freitag, 17. Januar 2014

Die Vegan Box | meine Review


Ein ganz klein wenig Süßes kann viel Bitteres verschwinden machen.


– Francesco Petrarca



Glossybox. Douglas Box. Tastybox. Brandnooz Box. Und wie sie alle heißen. Probierboxen im Abo gibt es aus sämtlichen Branchen. Im Beautybereich und mittlerweile auch bei Lebensmitteln. Nachdem ich Anfang 2013 mein Abo der Glossybox gekündigt hatte, habe ich Ende des Jahres wieder eines abgeschlossen: die Vegan Box. Warum? Weil es mich interessiert hat welche Produkte hier vorgestellt werden, die ich bei mir in der Umgebung einfach nicht bekommen kann. Nach zwei Lieferungen kann ich sagen: die absolut richtige Entscheidung. Denn die Produkte, die die Hersteller mit der Box vorstellen, sind keineswegs die, die man in jedem Durchschnittsbiomarkt bekommt. Ich rede hier nicht von Zwergenwieseaufstrich oder Alnaturaprodukten sondern beispielsweise von Grünkohlchips oder einem veganen Nougatring. Beides habe ich noch nie bei meinem örtlichen Biohändler entdeckt. Und da ich in einer eher ländlichen Gegen lebe, werden diese Produkte wohl auch in nächster Zeit kaum Einzug erhalten. Wie alle Aboboxen ist auch die Veganbox im monatlichen Abo erhältlich.

Die monatliche Vegan Box ist in zwei unterschiedlichen Ausführungen erhältlich:

1.  Kleine Vegan Box für € 14,90 (diese habe ich gewählt)
2. Große Vegan Box für € 24,90

Meiner Recherche zufolge handelt es sich bei der großen Vegan Box um dieselben Produkte wie auch in der kleinen Box, jedoch in doppelter Menge. Beide Boxen werden einmal pro Monat ausgeliefert und sind monatlich kündbar.

Inhalt der Vegan Box sind vegane Lebensmittel und Kosmetikprodukte in Originalgröße. Ab und an liegt auch eine Kosmetikprobe eines weiteren Herstellers bei. Es handelt sich bei allen Produkten um 100% vegan, fast immer in Bio-Qualität und oft fair gehandelt laut der Webseite Vegan Box.

Auch wenn ich erst zwei Lieferungen erhalten habe, waren es beide Mal komplett andere Produkte und nichts hat sich wiederholt. Und das Wichtigste: es war bisher alles lecker. Aber seht selbst wie meine zwei Boxen bisher ausgestattet waren! Bei der Januarbox war sogar eine Zeitschrift dabei!


veganbox_1veganbox_2
Links: Vegan Box Dezember                 Rechts: Nahaufnahme Januarbox
veganbox_3veganbox_4
Links: Vegan Box Januar                    So wird die Box geliefert

Bis auf den Pukkatee und den Müsliriegel aus der Dezemberbox sowie die Mandelmilch aus der Januarbox ist mir bislang kein anderes dieser Produkte je begegnet. Daher genieße ich es durch die Vegan Box neue Lebensmittel und Kosmetika ausprobieren zu können.

Wer bereits eine Vegan Box aber diese gerne einer Freundin oder einem Freund empfehlen möchte, der kann das nun auch mit einer Geschenkebox tun, denn die Vegan Box ist jetzt auch zu einem Preis von € 20 als Geschenk erhältlich. Das finde ich toll!

Wer sich also noch nicht getraut hat diese zu bestellen, dem würde ich gerne die Angst nehmen, denn die Vegan Box lohnt sich! Und wenn sie doch nicht gefällt: einfach abbestellen. So, ich versinke jetzt in meiner Vegan Box und probiere mich durchs Sortiment. Auf die Popquins bin ich besonders gespannt.
P.S.: Die Verpackung der Vegan Box ist übrigens bestens geeignet um Dekoartikel aufzubewahren. Bis Weihnachten hausen darin meine Glitzerrehe, die am Weihnachtsbaum hingen.


Dienstag, 5. November 2013

Bald bei mir: die Vegan Box


Nimm Dir Zeit zum Träumen, es ist der Weg zu den Sternen.


– Weisheit aus Irland



Ja, ich weiß. Die Vegan Box gibt es jetzt doch schon ein paar Monate. Und mein erster Impuls war damals: sofort bestellen. Und kurz danach kam: halt, erst mal abwarten. Ich habe in den letzten Jahren schon die ein oder andere “Box” getestet und war dann doch immer nicht so ganz zufrieden. Daher wollte ich zuerst sehen wie diese Box aussehen soll und wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt. Einige meiner Leser und natürlich auch Bloggerkollegen haben diese schon getestet und ich muss selbst sagen, dass ich jedes Mal begeistert war. Allein schon deshalb, weil fast immer Produkte beinhaltet waren, die ich noch gar nicht kenne. Das kann natürlich daran liegen, dass ich hier auf dem Land lebe und mein Bioladen nicht so gut sortiert ist wie einer in der Großstadt.


Vegan_Box


Und nun habe ich mich getraut und endlich die Vegan Box bestellt. Und zwar die kleine. Ich dachte das reicht für den Anfang, da (soweit ich das verstanden habe) die Produkte identisch sind, allerdings gibt es von einigen Produkten mehrere in der großen Box. Sobald ich die Box in Händen halte, lasse ich es Euch natürlich wissen.


Freitag, 26. Juli 2013

Neuer Lesestoff für die fleischlose Küche


Der Mensch ist, was er isst.


– Ludwig Feuerbach


Fleischlos. Vegetarier. Veganer. Flexo-Dingsbums. Wenn es ums Thema “fleischlose Küche” geht, gibt es Etiketten wie Sand am Meer. So kommt es mir zumindest vor. Ich persönlich bin kein Etiketten Fan und ich stecke mich selbst auch in keine Ernährungsschublade. Ich esse das, was ich esse und was mir gut tut. Und aktuell eben hauptsächlich vegan (dank der Vegan-for-Fit-Challenge).

Auf Facebook habe ich von der lieben Wiebke erfahren, dass es ab sofort eine neue Zeitschrift für die fleischlose Küche gibt: das Veggie Journal! Die Erstausgabe ist seit dem 25. Juli erhältlich und beinhaltet auch eine Menge veganer Rezepte.

Seit gestern halte ich also mein erstes Exemplar in den Händen und werde am Wochenende darin schmökern!


veggie journal
Quelle: Facebook / Yoga Journal Deutschland

Vielleicht ist das ja auch was für Euch? Wer Interesse hat schaut einfach am Zeitungskiosk des Vertrauens vorbei. Denn wenn das mein Provinzdealer hat, hat das Eurer sicherlich auch!


P.S.: Das Veggie Journal stammt aus dem gleichen Haus wie das Yoga Journal Deutschland. Wenn es bei Euch also die Yogaversion schon im Handel gibt, dann kann das Veggie Journal mit Sicherheit auch für Euch bestellt werden.


Freitag, 21. Juni 2013

Melon-Mint-Slush | Gesund, vegan & zuckerfrei

Freude ist ein außerordentliches Heilmittel, das oft den ganzen Organismus neu beleben kann.


– Carl Hilty


Wenn im Sommer die Temperaturen ansteigen um – wie in den letzten Tagen – Deutschland auf bis zu 38° Grad erwärmen, dann gibt es nichts besseres als eine Abkühlung von Innen und Außen. Entweder man taucht direkt in den Pool, springt durch den Rasensprenger (und ja, das können auch Erwachsene noch machen) oder stellt sich eine kleine Wanne mit kaltem Wasser auf die Terrasse und badet darin die Füße. Erst gestern habe ich im Radio gehört, dass die Moderatorin sich nachts ein nasses Handtuch mit ins Bett nimmt und sich auf die Oberschenkel legt um besser schlafen zu können. Interessante Idee. Da wäre ich nie darauf gekommen.

Doch auch das Abkühlen von Innen ist wichtig und tut richtig gut. Am besten eisgekühlt. Daher habe ich heute ein Rezept für einen erfrischenden Slush für Euch. Ein Slush ist ein amerikanisches, halbgefrorenes Kultgetränk, das im Original aus Wasser, Zucker, Farb- und Aromastoffen besteht. Mittlerweile gibt es sogar Slush-Getränke bei McCafe. Eine gesunde und vor allem zuckerfreie Version möchte ich heute mit Euch teilen.

melonmintslush

Zutaten:
für 2-3 Gläser (á 250 ml)...das kann man aber super alleine trinken (zumindest hab ich's so gemacht!)

500 g gekühlte Wassermelone in Stücken
6-10 Blätter Minze, gewaschen und klein gezupft
200 ml  Mineralwasser
ca. 18 Eiswürfel
(jedoch mind. 12 um eine eisige Konsistenz zu bekommen, je mehr Eiswürfel um so gefrorener wird das Getränk)
(optional) 1 TL Agavendicksaft Cranberry (von Agava, erhältlich bei denn’s Biomarkt, aktuell im Angebot bis 02.07.) oder ein anderes Süßungsmittel nach Wahl

Zubereitung:
Im Thermomix (TM)

1. Alle Zutaten in den Mixtopf geben, Zewa unter den Messbecher legen und Messbecher einsetzen
2. 10 Sekunden auf Stufe 4 mixen
3. Langsam hochdrehen (1 Sek auf 6, 1 Sek auf 8) und 15 Sek auf Stufe 10 (oder so lange bis man die Eiswürfel nicht mehr hört)

Geht natürlich auch mit jedem anderen leistungsstarken Mixer. Dann ggf. die Eiswürfel zuerst im Mixer zerkleinern und dann die restlichen Zutaten zugeben und kräftig mixen.

In Gläser gießen und die kühle Erfrischung genießen! Prost!

Montag, 17. Juni 2013

Die Welt des Tofus


An deinem Herd bist du genauso ein König wie jeder Monarch auf seinem Thron.

– Miguel de Cervantes


Tofu ist nicht gleich Tofu. Das durfte ich die letzten Wochen während der Vegan-for-Fit Challenge lernen. Tofu ist für mich ein bisschen wie ein fremdes, weit entferntes Land, das ich aktuell bereise. Ich versuche die Sprache und die Kultur der Tofulaner zu verstehen. Grüßen kann ich schon und ich weiß auch wie man einen Tofulaner als einen solchen erkennt, aber mit der Sprache hapert's ab und an noch gewaltig und so schicke ich ab und zu einen Abendgruß am frühen Morgen. Totale Verwirrung.

tofu_sammeluebersicht

Will heißen: die Tofuzubereitung klappt immer besser, aber ab und an geht’s auch total in die Hose und ich habe eher Fensterkitt in der Pfanne als etwas anderes (um in Svenjas Worten zu bleiben, die mein Challenge-Häuptling ist). Und Tofu ist einfach nicht gleich Tofu, zumindest bei der Naturvariante. Die Konsistenz kann von Marke zu Marke ganz unterschiedlich sein und man muss echt aufpassen was man kauft, je nach Rezeptverwendung. In Rezepten wird oft angegeben, man solle für Rezept A festen Tofu verwenden und für Rezept B eher weichen. Wenn ich nicht komplett erblindet bin, dann hab ich weder die eine noch die andere Bezeichnung auf den Tofuverpackungen meines lokalen Biomarktes je entdeckt. Da hilft nur eines: der Drücktest. Und nach drei Wochen Challenge weiß ich mittlerweile im Schlaf welcher Tofu welcher Marke eher fest oder weich ist.

Und dieses Wissen möchte ich gerne mit Euch teilen. Zumindest mit all denen, für die Tofu bis heute auch eher noch eine Fremdsprache als ein eiweißhaltiger Fleischersatz aus Soja ist. Und: ich bin natürlich kein Tofuexperte (und freue mich immer auf Euren Rat und Euer Wissen via Kommentar). Das sind einfach nur meine Erfahrungen aus drei Wochen “leben mit Tofu”. Ha, vielleicht sollte ich von dem vielen Tofu, der bei mir eingezogen ist Miete verlangen??

Die Welt des Tofus in der Übersicht:

(und ja, die habe ich gerade wirklich alle zu Hause im Kühlschrank)

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Den Tofu von Taifun gibt’s im Biomarkt in der Kühltheke und ist meiner Ansicht nach eher der weniger feste Tofu. Beim Drücktest gibt er gut nach und wohnt in einer kleinen Salzlake.

Daher verwende ich ihn nicht für gebratene Tofuwürfel, da er zu sehr zerfällt.
Inhalt: 400g







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Den Tofu von dennree gibt es ebenfalls im Biomarkt in der Kühltheke und im Vergleich zum Konkurrenzprodukt von Taifun ist dieser ein fester Tofu. Er hat deutlicher weniger bis gar keine Flüssigkeit, die sich im Unteren der Verpackung sammelt. Er eignet sich sehr gut um in Würfel zu schneiden oder zum Zerbröseln (für Bolognese Gerichte).
Inhalt: 300g
Nicht abgebildet: der Natur Tofu von Alnatura ist ebenfalls ein sehr fester Tofu und überall erhältlich wo es Alnatura Produkte gibt (z.B. auch bei dm), da er nicht gekühlt werden muss.



IMG_2756

Der Räuchertofu von Alnatura ist ebenfalls sehr fest und muss nicht gekühlt werden.

Im Vergleich habe ich auch schon den Räuchertofu von dennree getestet (im Kühlregal im Biomarkt zu finden) und konnte keinen großen Unterschied ausmachen. Der dennree hat jedoch mehr Inhalt was die Grammzahl angeht.
Inhalt: 200g
Zusatz: in Alnatura-Supermärkten gibt es auch noch eine gekühlte Sorte mit 250g.




IMG_2758

Beim letzten Biomarktbesuch ist mir der Curry-Mango-Tofu von Taifun sofort ins Auge gestochen. Als ich diesen gesehen habe dachte ich sofort an eine Cashew- oder Mandelmuß-Curry Soße mit frischen Ananas oder Pfirsich.
ABER: als Challenger darf ich diesen Tofu leider gar nicht essen. WARUM? Weil da Zucker drin versteckt ist! Blöd! Zum Glück hat Tofu ne lange Haltbarkeit und so darf er es sich in meinem Kühlschrank noch bis nächste Woche gemütlich machen.





Bei Räuchertofu habe ich im Allgemeinen bisher keine Unterschiede festgestellt. Die sind alle “fest”. Und ich muss  zugeben, dass Räuchertofu bisher mein Favorit ist. Aber wer weiß, die Produktpalette gibt noch einiges her, vor allem was marinierte Tofus angeht (könnte man ja auch selbst marinieren, aber aus zeitlichen Engpässen ziehe ich wohl erst noch die vormarinierten Sorten vor).

Und wer noch weiter in die Welt des Tofus reist, dem wird im Tofuregal sicher auch noch Seidentofu ins Auge fallen. Seidentofu kannte ich schon und ist hauptsächlich für die Verwendung in Desserts uns Smoothies geeignet.

Mittlerweile habe ich den Dreh raus was das Anbraten angeht. Das Geheimnis heißt tatsächlich: viel Öl und scharf anbraten. Mit viel Öl stehe ich allerdings ein bisschen auf Kriegsfuß. Während der Challenge habe ich bislang nur Olivenöl verwendet (weil es so im Buch steht), möchte aber nach der Challenge gerne mal ausprobieren wie sich der Tofu in Kokosöl gibt. Das kann ich mir auch gut vorstellen.

Und als Challenge nach der Challenge versuche ich dann mal meinen eigenen Naturtofu zu marinieren! Was ich schon bei Fleisch kann, kann ja bei Tofu nicht so schwer sein.


Für Zubereitungstipps, Rezeptelinks, Marinierungsempfehlungen und vieles mehr freue ich mich natürlich immer! Und wie geht es Euch? Gehört Tofu zum festen Bestandteil Eurer Ernährung, wollt ihr es mal ausprobieren oder ist es für Euch auch noch ein fremder Planet?



Donnerstag, 13. Juni 2013

Die Gelüste-Küche | Vegan-for-Fit

Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wieder kommen.

– Oscar Wilde


Nein. Ich habe noch immer keine Gelüste. Noch immer gehe ich an keinem Stand lang wo ich denke “oh, das würde ich so gerne haben, aber ich darf ja nicht”. Nein, das ist während der Challenge definitiv nicht der Fall. Ich muss mich nicht kasteien oder mir etwas verbieten, denn es ist einfach gut so wie es ist.

Aber so langsam geht das Kopfkino los und ich überlege mir schon auf was ich denn so Lust haben könnte, wenn die Challenge vorbei ist (bzw. ich zwischendrin einfach mal was challengeuntaugliches einschieben möchte).


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Da ist zum einen Kräuterbutter. Gut, es hilft halt auch nichts, dass die liebe Helene Fischer gerade die neue Spokeswoman für Meggle ist und sämtliche TV-Werbepausen füllt. So eine Kräuterbutter oder ein Kräuterbutterbaguette ist einfach was leckers. Letzteres auch gerne zum Tomatensalat. Der wäre ja weiterhin vegan. Hmmmm….und so ne schöne Balsamicoreduktion drüber….und mein italienisches Olivenöl….ja, das wird es wohl demnächst einfach mal geben!

Ebenfalls habe ich neulich über Laugenbrötchen nachgedacht. Ich liebe diese einfach! Und noch lieber mit Nutella. Beides nicht annähernd challengetauglich aber das würde ich mir demnächst einfach mal wieder gerne gönnen.

Schafskäse. Vor ein paar Tagen erst bin ich über eines meiner Salatfotos gestoßen: Miniblattspinat, Rucola, Erdbeeren, Walnüsse, Himbeerdressing und: ein bisschen Schafskäse obendrauf. Oder Zigenkäse. Ach, das wäre was! ….sofern mir Schafskäse oder Ziegenkäse noch schmeckt. In meiner Challengegruppe wurde schon erzählt, dass Käse nach der Challenge wie dreckiges Euter geschmeckt hat. Oh wei! Ich lasse mich dann mal überraschen. Aber zum Glück waren meine Geschmacksnerven bisher handzahm. Auch wenn ich das Öl von Imbissbuden als stinkend empfunden habe, fand ich den Geruch von Fleisch oder Wurst bisher noch nicht ekelerregend. Oder habe ich den Geruch von Fleisch mit dem von Bratfett verwechselt?

Maultaschen. Ja, da kommt der Schwabe in mir durch. Ich liebe Maultaschen. Und das in so ziemlich allen Varianten. Mit Ei überbacken. Mit Tomaten und Käse überbacken. Als Suppeneinlage. Mit Kartoffelsalat und geschmelzten Zwiebeln. Oder einfach nur kalt. Ach ja, das wäre mal wieder was. Und vielleicht traue ich mich ja auch mal ran das selbst zu machen.

Ei. Frühstücksei. Rührei. Spiegelei – auch gerne mit Spinat. Auf beiden Seiten gebraten und auf nem Toastbrot garniert oder als Omelett mit reichlich Gemüse oder Schrimps. Natürlich weiterhin ein Ei aus regionaler Haltung, vorzugsweise Bio.


Ich glaube das sind die ersten Dinge, die ich so langsam wieder in mein Leben und damit auf meinen Teller lasse. Mal gucken wie es schmeckt. Oder ob überhaupt. Vielleicht ist das auch alles total eklig? Ich bin gespannt! Wer kann schon nach 30 Tagen alte und teilweise seit Kindheit liebgewonnene Lebensmittel neu entdecken? Allein das ist doch schon wahnsinnig spannend und ich freue mich darauf. Tierisch. (Upps…)


Dienstag, 11. Juni 2013

Ratz-Fatz Rezept | Challengetaugliche Süßkartoffel mit Topping

Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.


– Georges Auguste Escoffier


Mittagessen. Das ist so ne Sache für sich. Zumindest in meinem Fall. Denn ich habe nur eine Stunde Mittagspause, keine Kantine in der Nähe aber genügend Bäcker, Metzger und Discounter. Alles nicht besonders förderlich während der Vegan-for-Fit Challenge. Daher plane ich mein Mittagessen seit Wochen und nehme es mit bzw. wärme es über Mittag auf. Tja, und dann passiert es. Zehn Minuten vor der Mittagspause merkt man, dass man so gar keine Lust auf das hat, was man sich da vorbereitet und eingeplant hat. Was nun?


Süßkartoffel mit cremigem Topping

Da hilft es, wenn man ganz schnell umschwenken kann. Aber bitte challengetauglich. Auf dem Weg nach Hause (wenn ich schnell bin, habe ich trotz Hin- und Rückfahrt immer noch 35-40 Minuten Mittagspause in meinen eigenen vier Wänden) kam mir eine Idee für ein superschnelles und challengetaugliches Mittagessen. Und genau dieser Gedanke hat sich auch noch als leckeres Ratz-Fatz-Rezept rausgestellt. Für Challenger Stufe 2, daher nur als Mittagessen tauglich (bzw. bis 16 Uhr).

[Achtung: Die Art der Zubereitung via Mikrowelle ist kontrovers. Das ist mir schon klar. Aber wenn’s ganz schnell gehen muss und man nur das zur Verfügung hat, dann ist das doch allemal besser als der Besuch beim Fast-Food-Restaurant des Vertrauens.]


Ratz-Fatz Süßkartoffel mit cremigem Topping für 1 Person

Zutaten:
1 mittelgroße Süßkartoffel
2-3 EL ungesüßter Sojajoghurt (z.B. von Sojade)
Salz
Pfeffer (z.B. Cayennepfeffer)
Zwiebeln, klein gewürfelt (alternativ: Zwiebelpulver)
Knoblauch (optional)
Schnittlauch
1/2 TL Zitronensaft
Sonstige Gewürze nach Gusto (z.B. Chilli, Muskat, etc.)
Geröstete Mandeln, gehackt
Sprossen (optional)

Zubereitung:
  1. Süßkartoffel waschen und abtupfen. Sollten da noch so Häärchen dran sein, einfach abzupfen.
  2. Süßkartoffel mit einer Gabel ringsrum einstechen.
  3. Süßkartoffel in ein mirkowellengeeignetes Geschirr legen, einen Schucker Leitungswasser dazu (ca. 1 EL) und für 3 Minuten in die Mikrowelle stellen (höchste Stufe).
  4. Parallel Zwiebel würfeln, Sojajoghurt mit Salz, Pfeffer und Gewürzen verrühren. Zum Schluss Schnittlauch und Zitronensaft unterrühren und nach Gusto abschmecken. Es darf schön deftig sein.
  5. Nach Ablauf der Zeit die Kartoffel drehen und nochmals 2-3 Minuten erhitzen.
  6. Drücktest: die Süßkartoffel sollte leicht nachgeben (wie eine normale Kartoffel auch), dann ist sie gar.
  7. Mandeln hacken.
  8. Süßkartoffel längs in der Mitte aufschneiden, Sojacreme in der Mitte verteilen, mit Mandeln toppen und je nach Geschmack mit Sprossen garnieren (bei mir waren es Rucola-Sprossen)
Guten Appetit!

Montag, 10. Juni 2013

Die royale Hochzeit in veganem Festgewand


Wenn die Liebe Dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.

– Khalil Gibran


Am Samstag war es mal wieder soweit. Nach Victoria und Daniel richtete Schweden, oder genauer gesagt der Brautvater – seines Zeichens König Carl Gustaf – die Hochzeit seiner jüngsten Tochter Madeleine aus. Und dank dem ZDF durften wir von den schlimmen Hochwassernachrichten kurz aufatmen und in die Traumwelt eines jeden kleinen Mädchens flüchten.

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Auf die Übertragung hatte ich mich im Vorfeld schon mächtig gefreut, da ich Madeleine irgendwie sehr bewundere und sympathisch finde. Nicht zuletzt da wir beide die ein oder andere äußerliche Gemeinsamkeit haben (u.a. der Wechsel von blond zu brünett, die Liebe zur USA und vieles mehr). Und als typisches Mädchen ist es einfach schön mitzuerleben, wie eine junge Frau nach dem wohl schlimmsten Liebes-Aus des Lebens, ausgetragen vor der Gesamtweltpresse, doch noch ihr persönliches Happy End findet.

Meine eigene Mini-Sofa-Hochzeitsparty fiel zeitlich direkt in die Vegan-for-Fit Challenge. Oh! Was mache ich denn da? Mit Sekt auf dem Sofa zu sitzen war schon mal nichts (30 Tage kein Alkohol!). Also blätterte ich mich durch meine vegane Bibel und fand einige Leckereien, die ich bisher bewusst ignoriert hatte (ich wollte die sagenumwobenen Amaranthriegel und Schokolade bisher nicht machen, da ich wusste, dass ich diese wohl im Unverstand essen würde), jetzt aber für diesen Anlass doch vorbereiten wollte.

vegane Köstlichkeiten

Mein veganes und challengetaugliches Hochzeits-Sofa-Menü umfasste:
  • Matcharinha….was für ein leckerer Cocktail
  • Kokos-Schoko-Riegel (a.k.a veganes Bounty) & Kokospralinen
  • The best riegel of the world (Amaranth-Riegel)

Parallel kühlte das Früchtebrot in der Küche aus, das ich am nächsten Tag genossen habe.
Und was soll ich Euch sagen? Es war einfach nur lecker und ich habe nichts vermisst. Eigentlich war es viel zu lecker und schokoladig um vegan und gesund sein zu dürfen. Haha…

Natürlich war ich selbst so stolz vor so viel tollen, selbstgemachten Köstlichkeiten (ja, es waren ein paar Stunden in der Küche, aber sie waren schön), dass ich meine Challengegruppe mit Bildern beglückte und sie am liebsten alle auf mein Sofa eingeladen hätte. Zu dumm, dass wir alle in ganz Deutschland verstreut sind.

Matcharinha

Habt ihr auch geschaut? Ich fand’s einfach schön und erfrischend mal wieder in eine Prinzessinnen-Märchenwelt entführt zu werden. Und wer weiß….die nächste schwedische Hochzeit findet vielleicht schon in den nächsten zwei Jahren statt!


Freitag, 7. Juni 2013

Vegan for Fit | Die Zwischenbilanz


Der Tag, an dem du einen Entschluss fasst, ist dein Glückstag.


– Weisheit aus Japan


Halbzeit bei Vegan for Fit. Ich kann noch gar nicht glauben, dass die Hälfte schon hinter mir liegt bzw. hinter der gesamten Challenge-Gruppe, der ich mich angeschlossen habe. Aktuell befinde ich mich schon in der dritten und damit vorletzten Woche und kann doch schon einiges zu der Challenge sagen. 

Die ersten zwei Wochen liefen super. Ich bin aber hier ganz ehrlich und sag auch das, was ich nicht gut finde. Denn es gibt schon ein paar Kleinigkeiten, die aus meiner Sicht für eine Überarbeitung des Buchs berücksichtigt werden sollten. Zumindest, wenn ich was zu sagen hätte. :-)

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Damit ihr heute mal nicht überaus viel Fließtext lesen müsst, gibt es meine Pros und Cons der Challenge in übersichtlicher Form.

Meine bisherigen Pros der Challenge:
  1. Die Rezepte sind unwahrscheinlich lecker und vielseitig.
  2. Mit Tofu stand ich ja schon immer auf Kriegsfuß. Ich wusste nicht was daran lecker sein soll. Aber mittlerweile bekomme ich ihn immer öfters gut hin. Vor allem den Räuchertofu. Aber da geht sicher noch mehr. Ich bleibe am Ball bzw. an der Pfanne!
  3. Das Kennenlernen neuer Lebensmittel. Ich habe wohl noch nie so viel mit Tomatenmark gekocht oder mit Nussmusen. Ehrlich gesagt mag ich auch kein Erdnussmus. Aber es gibt ein Frühstücksrezept, das Erdnuss-Schoko-Müsli, in dem ich das Erdnussmus Crunchy vergöttere. Es schmeckt wie Snickers! Grandios.
  4. Mein Bewusstsein in Bezug auf Ernährung ist ein anderes. Jetzt war ich zwar noch nie der Mensch, der im Discounter mit vier Buchstaben, vier marinierte Schweinenackensteaks für € 2,22 gekauft hat. Ehrlich gesagt fand ich den Gedanken daran schon immer abschreckend, denn wer nur ein kleines bisschen wirtschaftliches Verständnis hat weiß, dass der Discounter das Fleisch für weitaus günstiger einkauft (er möchte daran ja auch noch verdienen) und der Lieferant es ebenfalls teurer verkauft damit auch er etwas verdient. Und wer weiß wie viele Zwischenstationen da noch involviert sind. Da kann das Steak ja eigentlich fast nur noch ein Stück Pappe sein, oder? Von Qualität kann da nicht mehr viel übrig sein.
    Aktuell habe ich eine klare Vorstellung davon wie ich nach der Challenge weitermachen möchte. Welche Lebensmittel weiterhin Hauptbestandteil meiner Ernährung sein sollen, welche Challengerezepte auf jeden Fall in mein Kochrepertoire wandern und welche Alternativen ich nutzen werde.
  5. Kein Hungergefühl. Diese Challenge ist einfach nur der Hammer. Man isst sehr große Portionen und hat zwischendurch wirklich keinen Hunger. Und zwar gar keinen. Keine Heißhungerattacken. Keine Lust auf Süßes. Keine Schoko-Jieper. Denn Schoko (Bio-Kakao) ist Bestandteil einiger Rezepte und auch Schoko-Rezepte sind Teil des Buches. Bisher habe ich allerdings noch keine eigene Schokolade hergestellt. Warum? Damit ich mich nicht selbst in die Versuchung bringe. Hatte aber auch noch keine Gelüste danach.
  6. Teil meiner Challenge ist die geschlossene Facebook-Gruppe, die einfach nur grandios ist. Es macht unheimlich viel Spaß die Tipps & Tricks zu teilen, sich Motivation zu holen und sich gegenseitig für die Gewichtsabnahmen zu kontrollieren. Ich weiß für mich, dass ich alleine nicht annähernd so diszipliniert wäre. Daher ein ganz großes Dankeschön an meine Mitchallenger.
  7. Der Thermomix lässt sich wunderbar für viele Schritte einsetzen.
  8. Man bekommt ein neues Körpergefühl und neuen Elan. Die Challenge beflügelt.

Die Contras:
  1. Einkaufen. Der erste Einkauf für die Challenge ist der schlimmste. Beziehungweise kommt es einem fast so vor als ob das die Challenge an sich wäre. Wenn man mal alles zusammen hat und weiß wo es was gibt, dann läuft es schon besser. Aber wie bei allem Neuen gilt es erst einmal den Dreh rauszubekommen. Wer also neu einsteigt, sollte sich ein paar Stunden für den Einkauf zur Seite schaffen und auf jeden Fall wissen wo der nächste Bioladen oder das nächste Reformhaus ist. Es gibt aber zum Glück auch einige Online-Shops, auf die man hier gut zurückgreifen kann.
  2. Kochen. Kochen. Kochen. Die ersten zwei Wochen fand ich es super ständig in der Küche zu stehen und die neuen Rezepte auszuprobieren. In Woche drei bin ich davon eher genervt. Ich möchte nicht ständig mit der Nase im Kochbuch hängen und mich von Satz zu Satz hängeln. Aber ich denke das vergeht auch wieder (auch ne Challenge der Challenge).
  3. Zeit. Man braucht einfach viel Zeit für die Challenge. Denn: entweder man kauft ein oder man kocht ständig. Mit einem 40-Stunden-Job, einer Partnerschaft oder gar mit Kindern ist das schon eine Herausforderung. Ach ja, es heißt ja auch Challenge.
  4. Der Einbruch. In Woche 3 habe ich einen kleinen Einbruch. Ich bin abends sehr müde und wache auch nach 8 Stunden Schlaf nicht von alleine auf sondern werde vom Wecker regelrecht aus dem Schlaf gerissen. Woran das liegt weiß ich selbst trotz Challenge-Gruppe und vielen guten Fragen, Ideen und Antworten nicht. Ich gebe aber nicht auf und hoffe es wird bald besser.

Meine Tipps für die Verbesserung des Buches:
  1. Matcha. Zum Glück ist der pulverisierte Grüntee für mich keine Neuheit und konnte innerhalb der Challengegruppe all mein Wissen von mir geben. Und ich finde auch, dass genau dieser Punkt im Buch komplett fehlt. Zum einen eine kleine Aufklärung was Matcha ist, warum Matcha von Attila empfohlen wird, welche Qualitätsunterschiede es gibt und vor allem wo man Matcha beziehen kann. Denn so oft kam innerhalb der Gruppe der Satz “mein Bioladen hat keinen Matcha”. Klar, ich habe Matcha auch noch in keinem gesehen (ein paar wenige Läden, die auch Attilas Bücher verkaufen, habe dies jedoch vor Ort”. Oder ich höre “Matcha schmeckt ja wie Wiese”. Äh ja, kann sein. Ein Sekt schmeckt auch nicht wie Champagner. Wer Matcha pur trinken möchte, der wird kaum mit dem Matcha for Cooking glücklich werden. Wer also einen Matcha zum pur trinken sucht, sollte sich an das High-End Sortiment von Aiya Europe rantasten und sich im Teeladen (z.B. TeeGschwendner) einmal durch das Sortiment probieren. Es schmeckt ja auch nicht jedem Mumm Sekt oder Rotkäppchen. Auch hier gibt es große geschmackliche Unterschiede. Und es wäre schön, wenn das im Buch auch erwähnt werden würde.
  2. Rezepte. Ich bin mir sicher, dass Attila die Rezepte im Fließtext verfasst hat, weil es einfach schöner aussieht. Aber es ist furchtbar zum Nachkochen. Ist es doch viel einfacher nach Zahlen zu kochen (1, 2, 3) als bei jedem Schritt noch einmal den Fließtext durchzulesen weil man nicht mehr weiß wo im Text man gerade ist.
  3. Kochzeiten. Auch hier ist es nicht ganz realitätstreu (zumindest nicht beim ersten Kochen der Gerichte). Man braucht einfach mehr Zeit als angegeben, da man so viel erst noch vorab zubereiten muss. Zucchini spiralisieren, Tofu in Würfel schneiden, Paprika entkernen, usw. Wer also nicht gerade einen Beikoch hat, der das für einen macht, der braucht mehr Zeit (mir geht es zumindest so).
  4. Tipp. Der Tipp alles vorab abzuwiegen, zu schneiden und in Schälchen vorzubereiten bevor man wirklich an den Herd tritt, finde ich fast unabdingbar. Es macht das Ganze einfacher und übersichtlicher. Aber Achtung: man braucht sehr viele Schälchen.
  5. Küchenchaos. Mit all den neuen Lebensmitteln und zig Gläsern an Nussmusen kommt jede Küche an seine Aufbewahrunsgrenze. In der Challenge gab es schon Tipps von “eine Schublade komplett leer räumen und dort allel Challenge Sachen einsortieren” bis zu “in meiner Küche steht jetzt eine Kiste mit allen Challenge Lebensmitteln”. Man braucht einfach ein bisschen mehr Platz. Und ohne Spülmaschine wird man sicher verrückt. Denn die ist ständig bis zum Rand gefüllt und läuft während der Challenge definitiv öfter als vorher.
  6. Das Buch ist nicht besonders geeignet für Berufstätige und Familien. Warum? Weil alles einfach länger dauert und es keine ruck-zuck-Gerichte gibt. “Vegan-For-Fit für Berufstätige und Familien” wäre daher mein nächster Wunschbuchtitel.


    Wenn ihr auch noch ein paar Tipps & Tricks zur Challenge habt, freue ich mich gerne von Euch zu hören. 

Mittwoch, 29. Mai 2013

Vegan for Fit | Die Challenge mit der Challenge


In 30 Tagen kannst du den Grundstein für ein gesundes Leben legen und beginnen, deine Träume zu verwirklichen.

– Attila Hildmann

Attila Hildmann. Ein Vorname. Ein Zuname. Ein Mann mit dem wohl (fast) ganz Deutschland einen Berliner Koch mit türkischen Wurzeln verbindet, der sich dem Veganismus verschrieben hat und diesen volkstauglich machen möchte. Attila war mir ja – ehrlich gesagt – noch nie sympathisch. Wenn jemand behauptet, er sei zu eitel um ne Bratwurst zu essen (laut Die Welt) und die Aussage in den Raum wirft, dass echte Männer keine Tiere essen, dann ist klar, dass dieser Mann das Land polarisiert. Inklusive mir. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der gute Attila ein bisschen mediengeil ist da er ständig seinen Waschbrettbauch in die Kamera strecken muss (ob live oder per Foto). Er war bei Lanz & Co und hat dort gegen die Fleischesser gewettert. Ich hatte so ein bisschen das Gefühl als ob das wieder einer ist, der nur seine Ernährungsweise für die einzig Richtige hält und alle anderen für ihre Ernährung verurteilt. Ich hingegen vertrete eher die Meinung, dass doch bitte jeder seinen eigenen Weg finden und gehen darf, egal ob das mit meinem übereinstimmt oder nicht. Ob mit Fleisch, ohne Milch, mit Fisch, ohne Getreide oder wie auch immer. Eat what makes you happy.

Wie ich zu der Challenge kam!

Heute revidiere ich diese ursprüngliche Einschätzung über den Vegankoch. In der Fastenzeit war er für mich auf einmal allgegenwärtig.  Genauer gesagt vor drei Monaten, als RTL und zahlreiche andere Medienvertreter über die bayrische Gemeinde Thannhausen berichteten, bei der rund 100 Menschen 30 Tage lang die Vegan-for-Fit-Challenge von Attila Hildmann durchführten (lest mal hier oder schaut bei YouTube). Einen Monat lang nichts Tierisches, kein Weißmehl, keinen Zucker und vor allem keinen Alkohol. Parallel tat sich auch in der Bloggergemeinde einiges, da auch zu dieser Zeit einige Blogger die vegane Challenge getestet haben. Und egal wo mein Blick hinfiel, ob bei Facebook, auf zahlreichen Fernsehsendern, im Radio oder in Zeitschriften, Attila tauchte ständig auf. Es hat mich damals schon in den Fingern gejuckt und die Neugier war groß wissen zu wollen was hinter dieser Challenge steckt. Aber ich war noch nicht so richtig bereit dieses Experiment tatsächlich in meinen Alltag zu integrieren und habe erst einmal von außen zugeguckt. Im Rückblick bin ich über diese Entscheidung sehr froh, denn ich habe auf meine Herzstimme gehört, die mir sagte, dass es noch nicht meine Zeit ist. Das allein ist schon ein großer Fortschritt und Lernerfolg für mich, denn das war nicht immer so.

Und dann kam vor wenigen Wochen der zweite Wink mit dem Zaunpfahl ums Eck, als ich auf meinesvenja gelesen habe, dass Svenja zusammen mit ihrem Mann die Challenge nach Attilas Buch “Vegan for Fit” macht. Ab dem Zeitpunkt hat es wieder ordentlich in den Fingern gejuckt und dieses Mal hatte ich wirklich Lust das Ganze auszuprobieren. Und ruckzuck haben sich neben mir so viele Leser dafür interessiert, dass Svenja eine geschlossene Facebook-Gruppe gegründet hat, in der sich nun alle austauschen und auch “alte Challengehasen” (huch, darf ich in der Veganszene das Wort "Hase" überhaupt in den Mund nehmen?...LOL) uns Neulingen viele Tipps & Tricks mit auf den Weg geben. Darüber werde ich auch in den nächsten Wochen berichten, denn ich habe nach elf Tagen der Challenge schon einige Erfahrungen machen dürfen.


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Doch wie funktioniert die Challenge?

Wenn ihr wirklich Lust bekommt die Challenge zu machen, dann soll vorab gesagt sein, dass ihr Euch das Buch zulegen solltet. Denn das ist die Basisausstattung und liefert das nötige Basiswissen. Und nicht wundern, denn zum einen ist es viel größer als ich dachte und vor allem ganz schön schwer. Ist aber auch kein Wunder bei den vielen leckeren Rezepten und Informationen, die der Autor hier zusammengefasst hat. Und nach 11 Tagen kann ich Euch vergewissern, dass ihr wirklich lecker schlemmen werdet, nie hungern müsst und Eurem Körper eine wunderbare Auszeit gönnt und ihm Gutes zuführt.


Das Programm, das auf 30 Tage ausgerichtet hast, hat ein paar wenige aber klare Regeln:

  • 30 Tage lang keine tierischen Produkte
  • 30 Tage lang kein Weißmehl
  • 30 Tage lang kein Zucker
  • 30 Tage lang kein Alkohol
  • 30 Tage kein Junk-Food oder Fertiggerichte
  • ….und gerne eine Portion Sport, damit die Pfunde noch zusätzlich purzeln

Das dürfte doch in 30 Tagen zu schaffen sein, oder? Und was toll ist: auch Matcha und Grüntee im Allgemeinen haben einen festen Bestandteil im Buch. Beides trinke ich sehr gerne und sind Teil meiner flüssigen Nahrungsaufnahme. Seit ich den Blog betreibe, habe ich bereits viele neue Lebensmittel ausprobiert, die mein Provinzbiodealer in seinen Regalen bereit hält. Daher war ich froh so exotische Begriffe wie Hefeflocken, Amaranth oder Quinoa zu kennen und auch zu wissen wo ich diese einkaufen kann.

Seid also gespannt was ich in den kommenden Wochen erleben werde. Ich werde hier immer mal wieder berichten.


P.S.: Wer sich noch etwas einlesen möchte, hier einen, wie ich finde, sehr gelungenen Artikel aus Die Welt, der mir Attila auch viel sympathischer gemacht hat.

Freitag, 12. Oktober 2012

Gastbeitrag | Kasha mit Obst

Aus meiner tiefsten Seele zieht
mit Nasenflügelbeben
ein ungeheurer Appetit
nach Frühstück und nach Leben.


– Joachim Ringelnatz


Heute heiße ich fraujupiter vom gleichnamigen Blog ganz herzlich willkommen. Es erwartet Euch ein super leckeres Kasharezept mit Obst und Granatapfelkernen.


HappyIch hat mich dazu eingeladen, einen Gastbeitrag zu verfassen. Der Einladung komme ich sehr gerne nach, gehört dieser Blog doch zu meinen Lieblingsblogs. Ich bin übrigens fraujupiter und schreibe auf meinem Blog sehr gerne über vegane leckere und abwechslungsreiche Gerichte. So lag es für mich nahe, dass ich auch hier ein Rezept vorstellen werde. 

Frühstück ist seit vielen Jahren für mich die wichtigste Mahlzeit des Tages. Rechtzeitig zum Übergang vom Sommer auf den Herbst stelle ich Euch mein allerliebstes Wochenendfrühstück vor, das wunderbar in diese Jahreszeit passt. Es ist wärmend und sättigend zugleich und bietet eine nette Abwechslung zu Toast, Müsli und Co. In der russischen Küche ist es bereits lange ein gerne gesehener Gast: Kasha! 

Kasha ist ein Brei, angerührt aus geröstetem Buchweizen. Buchweizen ist in vielen Bioläden, Reformhäusern und großen Supermärkten erhältlich (u. a. von der Marke Neuform, Alnatura, Rapunzel). Buchweizen schmeckt angenehm nussig, ist leicht bekömmlich und obendrein sogar glutenfrei. Zum Frühstück wird der Brei "süß" gegessen, d. h. mit Pflanzenmilch gekocht und mit Süßungsmitteln nach Wahl verfeinert. Ebenfalls hinzufügen sollte man Obst. In der warmen Jahreszeit kann man das Obst in das fertige Kasha geben. In der kalten Jahreszeit bietet es sich an die kleingeschnittene Birne und / oder den Apfel einfach im Kasha mitzuerwärmen. Was ich auch gerne mache: Ich gebe das kleingeschnittene Obst in eine Schale und stelle es einfach in den Backofen bei 100 Grad, während ich das Kasha im Topf zubereite. So erhält man ein wunderbar wärmendes Frühstück. Ich liebe im Kasha die Kombination Banane und Birne. Übrigens lässt sich Kasha mit allen möglichen Nüssen und Trockenfrüchten verfeinern. Auch gemahlener Mohn kann sehr gut untergerührt werden. 


Ich stelle Euch nun meine allerliebste (Spätsommer-)Kasha-Version vor:

Kasha mit Obst und Granatapfelkernen | 2 Personen


 80 g Buchweizen 
200 ml pflanzliche Milch (z. B. Mandeldrink von Alpro oder Provamel) 
1 Prise Salz 
1/2 - 1 EL Süße nach Wahl (z. B. Agavendicksaft, Ahornsirup, Ahornsirupflocken) 
1 EL Mandeln (gemahlen oder Mandelstifte) 
1 EL Sultaninen 
1 kräftige Prise Zimt
1 EL Granatapfelkerne 
2 EL Soja-Joghurt (optional) 
Obst nach Wahl und Saison (in meinem Fall Blaubeeren und Weintrauben) 

Buchweizen unter fließend Wasser in einem Sieb abwaschen. Buchweizen und Mandeln zusammen in einer beschichteten Pfanne, ohne Öl, anrösten, bis es duftet. Zwischenzeitlich 200 ml Milch in einen Topf geben und erwärmen. Buchweizen und Mandeln in die Milch einrühren, zum Kochen bringen und die Hitze stark reduzieren. 1 Prise Salz und Sultaninen zufügen und ca. 15 bis 20 Minuten (mit Deckel) sehr leicht köcheln, immer wieder umrühren, bis der Buchweizen weich und die Flüssigkeit aufgesogen ist. Blaubeeren und Weintrauben gut auswaschen, abtropfen lassen und in 2 Müslischalen geben. In das fertige Kasha Süßungsmittel nach Wahl einrühren (in meinem Fall waren es Ahornsirupflocken) und auf die Beerenmischung verteilen. 1 kräftige Prise Zimt und Granatapfelkerne (oder anderes Trockenobst) hinzugeben. Wer will und das Kasha gerne "sahniger" genießt, kann jetzt noch 2 EL Soja-Joghurt einrühren.



Guten Appetit!