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Dienstag, 11. Februar 2014

Ein Valentinstag fürs Selbst | 10 Tipps


Gibt es eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?


– Charles Dickens



Der 14. Februar steht in wenigen Tagen vor der Türe. Für viele hat er einen ganz anderen Namen: Valentinstag. In meinem Februar-Post hatte ich bereits einen Einblick gegeben, dass man diesen Tag doch auch einfach mal für sich selbst nutzen kann. Sich sozusagen selbst beschenken. Denn die meisten von uns machen das einfach viel zu selten. Wir sind für die Familie da, für Kollegen und Freunde und ganz am Ende der Liste kommen dann wir selbst. Auch mir ging das jahrzehntelang so und ich empfand das als völlig normal. Anderen eine Freude zu machen und stets hilfsbereit zu sein. Das ist doch auch ein tolles Gefühl. Was auch bei mir keinerlei Raum in meinem Leben einnahm war mir selbst Zeit zu schenken. Die Notwendigkeit habe ich nie verstanden. Bis zu meinem Burnout. Wenn man mit therapeutischer Hilfe mal das eigene Leben betrachtet, das scheinbar vor einem in tausend Scherben liegt, dann wird einem auf einmal bewusst: man hat sich selbst übergangen. Oder man hat sich gar selbst verloren. Man braucht jedoch keinen Burnout um zu erkennen, dass man sich selbst Gutes tun darf. Oder wie meine Freundin Anita vor einigen Wochen zu mir sagte “wenn Du Dir nichts Gutes tust, wer soll es denn dann tun?” Bingo. Der saß! Und daher möchte ich dies gerne an Euch weitergeben. Das Valentinswochenende steht vor der Tür und an einem dieser Tage könnt ihr Euch Zeit mit Euch selbst schenken. Und das ist total unabhängig davon ob ihr in einer Partnerschaft seid oder nicht. Wenn ja, dann macht ihr einen Tag etwas mit Eurem Partner und einen anderen wählt ihr für Euch. Wer schon gut verplant ist, findet sicherlich zumindest eine oder zwei Stunden, die er sich schenken kann. Getreu dem Motto:


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Hier 10 Tipps zur Umsetzung:
  1. Schnapp Dir ein Buch oder Deine Lieblingszeitschrift, reserviere einen Tisch im Café und gehe genüsslich frühstücken. Im Nachgang oder während dessen kannst Du immer wieder ein bisschen schmökern.
  2. Beschenke Dich selbst mit einem schönen Strauß Blumen. Das müssen nicht die Rosen sein, die zu Valentinstag eh überteuert sind. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar Bund Tulpen? Habe Freude daran diese selbst in einer Vase zu Hause zu arrangieren und erfreue Dich an den frühlingsfrischen Farben und dem herrlichen Blumenduft.
  3. Gönne Dir eine Auszeit: buche Dir einen Termin am Samstag (oder Sonntag in einem Spahotel Deiner Nähe) für eine Massage, Gesichtsbehandlung oder Pediküre.
  4. Recherchiere ob es in einem Yogastudio in der nächst größeren Stadt am Wochenende einen Einsteigerkurs gibt (oder für Geübte einen Fortgeschrittenenkurs) und vereinbare eine Probestunde. (Geht auch im Kung-Fu Studio oder was auch immer toll für Dich klingt)
  5. Leihe Dir in der Videothek einen Film aus, den Du schon lange mal sehen möchtest, und mache es Dir damit auf dem Sofa gemütlich. Wie wäre es mit einem Schokopudding oder einer Schale Popcorn dazu?
  6. Gönne Dir einen schönen Spaziergang, z.B. im Wald oder in den Weinbergen. Auch hier kannst Du ein Buch mitnehmen und Dich auf einer Parkbank niederlassen. Oder vielleicht nimmst Du sogar ein kleines Winterpicknick für Dich mit und genießt eine kleine Pause und die herrliche frische Luft.
  7. Gönne Dir eine Spabehandlung zu Hause: im Internet gibt es viele Rezepte für selbstgemachte Peelings oder Gesichtsmasken. Oder Du nimmst eine aus dem Drogeriemarkt, die gibt es bereits für unter einem Euro. Gönne Dir ein Schaumbad, eine Gesichtmaske oder ein Peeling und verwöhne Deine Nägel mit einer neuen frischen Farbe.
  8. Recherchiere den Spielplan Deines Kinos und genieße eine Nachmittagsvorstellung (da sitzen nicht so viele Pärchen wie abends). Oder wie wäre es mit einer spontanen Theatervorstellung?
  9. Lege Dich auf die Couch oder setze Dich auf Deinen Lieblingssessel, zünde um Dich herum eine Vielzahl von Kerzen an, kuschel Dich ein und genieße eine heiße Tasse Tee, Kaffee oder Kakao und lausche einer tollen CD (wie wäre es beispielsweise mal mit Jazz oder Swing?)
  10. Ein Liebesbrief für Dich. Das scheint vielleicht etwas komisch, ist aber sehr effektiv. Leider tendieren wir dazu uns immer daran zu erinnern, was wir nicht gut können oder nicht gut gemacht haben, wo sich zu viel Fett an unserem Körper tummelt und wie viel Schokolade wir wieder gegessen haben. Aber: da gibt es doch noch ganz, ganz viele tolle Seiten an uns. Schreibe daher einfach mal einen Brief an Dich was Du alles an Dir magst und toll findest. Falls Dir so gar nichts einfallen mag: wie wäre es mit Deinem Lächeln? Oder wie gut Du als Kind Seilspringen konntest? Und wenn so gar nichts kommen mag, rufe einen Freund an und frag ihn welche drei Dinge er/sie an Dir schätzt. Schreibe diese auf und vielleicht fällt Dir dann doch noch das ein oder andere auf.

Nutze diesen Valentinstag doch einfach für Dich! Denn wenn Du Dir die Liebe selbst nicht gibst, wer soll es denn dann tun? In diesem Sinne habe ich für mich am Samstag eine Lomi Lomi Massage gebucht, die ich in vollen Zügen genießen werde! Und ich freue mich darauf zu hören, was ihr für Euch ausgesucht habt.


Mittwoch, 13. März 2013

Miesepetrige Tage ade!


Don't give yesterdays worries an invitation to tomorrow!

– Kandee Johnson

 
Es macht mich fertig. Falsch. Es machte mich fertig. Letzte Woche gab’s noch herrlichen Sonnenschein und Temperaturen im zweistelligen Plusbereich, ich bin das erste Mal ohne Jacke aus dem Haus und habe mich von der Sonne erwärmen lassen. Der Frühling war greifbar nah. War. Anscheinend gibt es auch weiter oben Rangeleien und Frau Holle hat sich ganz anscheinend mit Fräulein Sonne einen kleinen Machtkampf geleistet. Man könnte sagen, dass Fräulein Sonne wohl eine kleine Strategin ist und genau wusste, dass sie noch mehr als genug Zeit hat ihr Sonnenzepter zu schwingen und überließ damit der weißen Dame den Sieg. Und Frau Holle wäre nicht Frau Holle, wenn sie sich nicht noch einmal richtig verausgaben würde und zeigen würde, was in ihr steckt. Und so malte sie den Himmel noch einmal in den Farben grau-weiß-blau-beige und schenkt uns so viele Schneeflocken wie sie nur kann. Was sie nicht ahnen konnte ist, dass wir Menschenkinder gerade wenig begeistert sind und ihr nicht die Hochachtung geben, die sie eigentlich verdient hätte. Das Wetter noch einmal so kräftig zu drehen ist sicher nicht ohne.

Und so hat es auch mich erwischt. Mein komplettes Sein hat sich der Malgemeinschaft angeschlossen und mich innerlich in trübes Grau getaucht. Auf fröhlich bunte Tage folgten dunkle gepaart mit Trübsal. Ich konnte es erst gar nicht greifen. Da war einfach nur das Ich, das sich der Trauer näher fühlte als der Freude. Doch warum? Dem Wetter habe ich es gar nicht zugeordnet. Kränkelnd fühlte ich mich auch nicht. Aber ich hatte keine Freude an der Musik, an der Arbeit oder an den mich umgebenden Menschen. Ich wollte mich eigentlich nur in mein Schneckenhaus zurückziehen und die Tür mehrmals und fest verschließen. Es fiel mir schwer zu lächeln und ich spürte wie ich im Büro eine Maske überstülpte: die nette, freundliche, lächelnde Maske. Aber ich war innerlich ganz still. Wie so ein vereister Bergsee inmitten eines blätterlosen, stillen Waldes. Ich habe wenig geredet, keine Scherze gemacht und in mich gekehrt. Und dennoch fühlte ich mich von mir selbst weit entfernt. Kurz und knapp: Winterdepression. Und das obwohl es mir doch am Samstag noch so toll ging! Und doch waren Montag & Dienstag ganz mies. Und ich konnte mir selbst nicht helfen. Keine Gegenmaßnahme hat mich angesprochen. Ich habe mich zum Sport machen gequält und hatte die Hoffnung, dass das die Laune dreht. Aber es hat alles nichts geholfen.

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In meiner kleinen Verzweiflung habe ich das telefonische Gespräch mit meiner Beraterin gesucht, was sich als das einzig richtige erwiesen hatte. In solchen Situationen hilft es ungemein sich den neutralen Rat und die Sichtweise von außen zu holen. Sie riet mir dazu früher nach Hause zu gehen und gut für mich zu sorgen. Ja, all diese Gedanken hatte ich vorher auch schon aber ich hatte keine Lust auf ein Schaumbad oder auf eine entspannte Yogastunde. Dann fragte sie mich nur eins “hättest Du mehr Lust bei dem Mistwetter warm angezogen draußen zu spazieren oder Dich in die warme Badewanne mit viel Schaum zu legen?”. In einer gefühlten Nanosekunde war meine Antwort schon da. Ich wollte raus ins Mistwetter. Wirklich??? Sie sagte mir ich soll genau das machen und mir vorher noch eine einzelne gelbe Rose kaufen. Vielleicht hätte ich ja im Nachgang, schön durchgefroren, Lust doch noch in die Badewanne zu gehen. Denn Wärme ist in solchen trüben Gefühlstagen Geborgenheit für die Seele.

Eine Stunde vor Arbeitsende stieg ich ins Auto, fuhr in die Gärtnerei und kaufte mir eine einzelne weiße Rose (gelbe gab es nicht und orange gefiel mir nicht), holte mir im Supermarkt noch alle Zutaten für einen Grießbrei und fuhr heim. Erst wollte ich einfach nur die Schuhe wechseln und raus, doch dann erinnerte ich mich, dass ich in der Therapie mal gelernt hatte wie gut es tun kann, wenn man sich aus der Arbeitsuniform pellt (auch wenn es bei mir keine Uniform ist) um damit diesen Teil des Tages hinter sich zu lassen und einen neuen Tagesteil zu beginnen. Das erschien mir in diesem Moment schlüssig und ich zog mir schnell eine warme Jogginghose an, Schlabberschirt & Pulli, dicke Winterstiefel und natürlich Schal und Mütze. Und raus. In einem leichten Graupelschauer stapfte ich los. Und ich meine “stapfte”. Ich hatte keine Freude dabei. Ich war draußen. Es war kalt. Es war grau. Es war doof. Und ja, es war keine Menschenseele draußen. Nur ich, zahlreiche Bäume und viel grauer Himmel. Ach so, die schlechte Laune war auch dabei. Sie war wie eine Klette. Sie hing mir auf dem Rücken und klammerte sich an meinem Hals fest. Irgendwann lief sie neben mir. Ich hatte ein bisschen mehr Luft und meine tausend negativen Gedanken wurden weniger. Ich hatte etwas mehr “Luft”. Ich lief und lief. Es war eisig kalt, meine Nase lief. Egal. Weiter. Ich lief und lief. Und auf einmal war die Klette weg. Ich weiß nicht ob ich schneller geworden bin oder ob die Klette einfach zu langsam war. Oder vielleicht war es ihr auch zu kalt. Oder ihr war mein Gemurmel zu blöd. Ohne Witz, ich habe Affirmationen vor mich hingemurmelt. Ich wollte meine Gedanken verleiten auf mich zu hören und nicht andersrum. Das funktioniert die ersten fünf Minuten gleich null, aber dann. Auf einmal geht es. Es fiel mir zwar schwer das alles so hinzunehmen was da aus meinem Mund kam, aber auch das war zweitrangig. Dann war ich wieder vor meiner Haustüre und irgendwo froh in die warme Stube zu kommen. Meine Rose hatte ich vor meinem Spaziergang schon in eine Vase gestellt und da stand sie nun und guckte mich an. Zu dem Zeitpunkt war mir wirklich nach etwas Warmen und ich hatte sogar ein bisschen Lust auf diesen Grießbrei.

Griesbrei hat für mich einen besonderen Stellenwert. Ich glaube jeder von uns hat so ein Gericht aus der Kindheit, das einen hat besser fühlen lassen. Wenn man krank war, wenn man traurig war, wenn einem nichts geschmeckt hat, das war es. Und bei mir war es eben der Grießbrei. Im Idealfall mit Zimt und Zucker. Und zwar viel Zimt. Es tat sogar gut ihn zu kochen und dem Kochprozess zuzugucken. Als er soweit war, setzte ich mich mit meiner Schale frisch gekochtem und duftenden Grießbrei auf die Couch. Vorher noch schnell die Wärmeschuhe in die Mikrowelle, dann die Schuhe anziehen, mit der Kuscheldecke zudecken, Kerzen um mich rum anzünden und die Stehlampe anmachen. Das hilft immer. Ich liebe flackerndes, warmes Licht und am liebsten viel davon! Eingemummelt entschied ich mich für eine alte Liebe: US Serie in Originalton. Auf TNT Serie wurde ich fündig: “Home Improvement” und danach eine Folge “Friends”. Das katapultierte mich in meine eigene Welt. Wärme, Licht, Grießbrei und Amerikafeeling. In diesem Moment merkte ich seit Tagen, dass mein Ich in all seinen Facetten auf meine Mühen angesprungen ist. Der Motor lief wieder. Ganz bewusst schaltete ich den Fernseher nach zwei Folgen ab. Es wurde schon dunkel draußen und ich holte ein Louise L. Hay Buch hervor, klippte mein Leselicht dran und hüllte mich wieder in meine warme Kuscheldecke auf dem Sofa ein. Und wie so oft in ähnlichen Situationen brachte mir dieses Buch all die Worte, die ich in diesem Moment an nötigsten brauchte.

Ich wollte eben nicht wieder vor dem Fernseher einfach “irgendwas” angucken. Nein, ich wollte etwas Bewusstes für mich tun. Und auf einmal kamen mir die Gedanken, was mir an solchen grauen Tagen gut tut. Und mal wieder entstand daraus eine kleine Liste. Eine Liste, die aus der Situation entsprang. Eines der Punkte, die mir in den Kopf kamen war “mich mit Buntem zu umgeben”. Und dieser Gedanke war auch beim heutigen Erwachen noch immer da und das Bedürfnis nach Buntem war stark. So habe ich mich für ein sehr buntes Outfit heute entschieden, das von den frischen Farben gelb und grün geprägt ist.

Und so passt das Eingangszitat, das mir ebenfalls erst heute über den Weg gelaufen zu meinem heutigen Tag! Was auch gestern war (und vorgestern) beeinflusst mich nicht weiter im Heute. Ich sorge für mich, umgebe mich mit Schönem und Buntem und gestalte das Heute!

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Quelle: https://www.facebook.com/positiveoutlooks 












Freitag, 2. November 2012

November Challenge | Ich-Zeit {Start: 5. Nov}


Schenke dir selbst jeden Tag die schönsten Momente,
und bade Körper, Seele und Geist in innerer Harmonie.

– Sarah Bernhardt

 

Ein neuer Monat steht vor der Tür und für viele von uns hat der November einen schlechten Ruf. Wir gehen bei Dunkelheit aus dem Haus und kommen auch bei Dunkelheit wieder zu Hause an, es ist oft regnerisch, Nebel zieht durch die Morgenstunden und auch der Frost zieht ein. Der November ist doch meist ein nass-kalter Monat. Aber deshalb ist es noch lange kein schlechter Monat. Oder etwa doch?

Gestern ist mir ein wunderbarer Text von Robert Betz in die Hände gefallen, der mich zum intensiven Nachdenken gebracht hat. Daher möchte ich dies gerne mit Euch teilen:

” […] Die Bäume lassen jetzt, nach ihrem kraftvollen Farben-Feuerwerk, ihre Blätter los, aus denen neues Leben entsteht. So wie der Bauer die Wintersaat aussät, kannst auch du jetzt deine Saat für das neue Jahr aussäen. Mach das Licht der Kerzen an im Haus, genieße die Wärme und den gewürzten Tee, mach es dir kuschelig, such die Musik-CDs, die du schon lange nicht mehr gehört hast und nimm dir Zeit für dich und das wahrhafte Gespräch mit deinen Liebsten.

Geh nach innen und gönne dir mehr Zeit für BesINNung und Meditation und erINNere dich daran, dass das Leben von INNEN nach AUSSEN verläuft. Was sich morgen in deinem Leben zeigen soll, will heute gesät sein […] So wie die Natur jetzt stiller wird und nach innen geht, damit das frische Grün im Frühjahr sich mit neuen Trieben zeigt, gehe auch du nach innen, werde langsamer, schenk dir Musse- und Genuss-Stunden mit dir. Deine Seele wird es dir danken […].”

{Quelle: https://www.facebook.com/betz.robert}


Ich konnte nicht mehr aufhören darüber nachzudenken seit ich das gestern gelesen habe! Nach Innen gehen, das Innen füttern und aufladen, sich selbst in dieser Zeit, in der es kaum Ablenkung von außen gibt, bewusst wahrnehmen. Sich selbst Zeit mich sich schenken, achtsam sein und sich um das eigene Selbst kümmern.


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Und genau das möchte ich machen. In diesem November! Daher lade ich Euch herzlich zu meiner eigenen Challenge ein. Es braucht nicht viel und es ist auch einfach umzusetzen. Es braucht lediglich etwas Planung und Disziplin und natürlich den Wunsch sich selbst Gutes zu tun. Ihr könnt gleich heute damit anfangen oder am Montag, den 5. November (ein Quereinstieg ist natürlich auch jederzeit möglich!).

Die Challenge ist folgendermaßen aufgebaut:
Woche 1 | 5. bis 11. November 15-20 Minuten ICH-ZEIT
Woche 2 | 12. bis 18. November 30 Minuten ICH-ZEIT
Woche 3 | 19. bis 25. November 30 Minuten ICH-ZEIT
Woche 4 | 26. Nov bis 2. Dez 45-60 Minuten ICH-ZEIT

Durch die unterschiedlichen Zeiten lernen wir langsam uns immer mehr Zeit zu schenken. Dies ist nur als Vorschlag anzusehen und wenn es euch leicht fällt bereits ab Woche 1 mehr Zeit für Euch selbst zu reservieren, dann tut das. Das Ziel ist eine Stunde pro Tag mit sich zu verbringen. Diese kann am Stück sein, es können aber auch 30 Minuten nach dem Aufstehen sein und 30 weitere Minuten am Abend. So, wie es in Euren Alltag passt! Hier gibt es kein einheitliches Rezept. Ich kann Euch die Zutaten nennen, aber backen dürft ihr selbst!


Wie setze ich das um?

Ich habe für mich persönlich festgestellt, dass es mir am besten gelingt die Zeit mit mir (ICH-ZEIT) im Kalender fest einzuplanen und einzutragen. Meist schreibe ich bereits dazu wie diese Zeit aussehen kann (dazu gehe ich gleich noch ein). Es ist ein fester Termin im Kalender und dieser ist auch nicht verschiebbar. Er ist genauso wichtig wie der Termin im Büro, der Arzttermin oder der Termin für den Reifenwechsel.

Aus genau diesem Grund macht es auch oft Sinn, zumindest einen Teil dieser Zeit gleich am Morgen nach dem Aufstehen in das Morgenritual zu integrieren (einen Artikel zum Morgenritual findet ihr hier, hier und hier). Denn morgens kommt einem meist kein Anruf dazwischen, es klingelt nicht an der Haustür und es gibt keine unvorhergesehenen Termine (für die Mamis: Zeit für Euch am besten dann, wenn der Rest des Hauses noch schläft…auch wenn das bedeutet früher aufzustehen als bisher). Aber entscheidet für Euch anhand Eures Alltags. Wann könnt ihr diese ICH-ZEIT in Euren Tagesablauf einplanen?


Die Regeln!
  1. ICH-ZEIT ist Zeit für Euch. Ganz alleine! In dieser Viertelstunde, halben Stunde oder Stunde seid ihr alleine! Ganz alleine! Alleine mit Euch, Euren Gedanken, Wünschen und Sehnsüchten!
  2. ICH-Zeit wird bewusst genossen! Das heißt Schlafen zählt nicht! In dieser Zeit dürft Ihr Euch bewusst wahrnehmen, mit allen Sinnen! Fernsehen ist auch eine Art der Ablenkung und zählt für diese Zeit ebenfalls nicht!
  3. ICH-ZEIT ist störungsfreie Zeit! Teilt Euch Eure ICH-ZEIT so ein, dass ihr ungestört sein könnt. Wenn das zu Hause nicht geht, dann sucht Euch einen Platz, wo ihr ungestört sein könnt (auf einer Parkbank, am See, im Wald, in der Bibliothek, im Park, im Garten, in der Sauna, etc.).
  4. ICH-ZEIT ist die Zeit für alle Sinne! Der Ort, an dem Ihr Eure ICH-ZEIT verbringt, sollte Euch gut tun! Vielleicht müsst Ihr diesen Ort in Euren eigenen vier Wänden auch erst anlegen. Er sollte für Euch gemütlich und Ruhe ausstrahlen. Ihr dürft Euch dort wohlfühlen! Richtet Euch diesen Ort so ein, dass er Euch anspricht. Es muss nicht jeden Tag derselbe Ort sein. Ihr könnt Euch auch mehrere Orte aussuchen, die Euch Kraft spenden und dann abwechselnd Eure ICH-ZEIT dort verbringen. Es ist Eure Zeit, verbringt sie so, wie es Euch gefällt und gut tut.

Was mache ich in meiner ICH-ZEIT?

Wie der Name schon verrät, ist das Zeit nur für Euch! Ohne Störungen, ohne Unterbrechungen. Tut Dinge, die Euch gut tun und die Euch nicht ablenken. Hier eine kleine Anregungsliste. Ihr könnt auch einfach Eure eigene Liste schreiben. Was tut Euch gut? Was gibt Euch Kraft? Was habt ihr schon lange nicht mehr für Euch getan? Was hat Euch als Kind Freude bereitet?

  • Meditation
  • In Stille aus dem Fenster sehen
  • Ein Waldspaziergang
  • Die Natur von einer Parkbank aus beobachten
  • Ein heißes Schaumbad
  • Alleine in der Sauna sitzen
  • Eine heiße Tasse Tee / Kaffee auf der Couch trinken
  • Tagebuch schreiben / Gedanken niederschreiben
  • Ein Hörbuch hören
  • Ein Buch lesen
  • Joggen im Freien
  • Die Sterne anschauen
  • Yoga (z.B. am frühen Morgen)
  • Malen / Zeichnen (dafür muss man nichts können…es muss auch nach nichts aussehen…einfach so ohne Gedanken loslegen)
  • und vieles, vieles mehr

SEID IHR BEREIT? Bist du an Bord? Dann freue ich mich auf vier besINNliche Novemberwochen mit Euch! Eure Erfahrungen, Umsetzungsideen und Gedanken dürft Ihr gerne mit einem Kommentar teilen.


Sonntag, 16. September 2012

Das un-perfekte Ei

Die große Herausforderung des Lebens liegt letztlich darin, die Grenzen in dir selbst zu überwinden und so weit zu gehen, wie du dir niemals hättest träumen lassen.

– Paul Gaugin

 
Robert Betz. Kennt ihr Robert Betz? Dieser Mensch/Mentor/Motivator kam genau zur richtigen zeit in mein Leben. Es wäre zu viel, wenn ich behaupten würde, dass ich ihn kenne. Nein, ich kenne ihn nicht persönlich, aber ich arbeite mit ihm. Sozusagen. Ich habe bereits einen seiner Vorträge besucht (und das wird sicher nicht der einzige bleiben), ich habe einige seiner Meditations-CDs, habe ihn bereits bei Radiosendungen gelauscht  und das ein oder andere Buch verschlungen. Und: ich freue mich täglich über seine inspirierenden Facebook-Meldungen, die ich regelmäßig mit Euch auf meiner HappyIch Facebookseite teile.
 
Und heute möchte ich es gerne auch auf dem Blog teilen, weil ich es gelesen habe, mich sowas von direkt angesprochen gefühlt habe und ich es toll fände, wenn wir alle zusammen diese Übung machen und uns austauschen! Wer traut sich?
 
 
Die Robert-Betz-Ei-Übung zum Nachmachen:
 
Nimm deine Entscheidung zurück, perfekt sein zu wollen – die Übung mit dem Ei

Als Kind haben sich viele von uns entschieden, perfekt zu werden, besonders im Außen. Wir wollten die Aufmerksamkeit und das Lob von Mutter und Vater erhalten und ihnen jeden Anlass zu Kritik und Zurückweisung nehmen, den wir als schmerzhaft empfanden, als Abwertung unseres Selbstwerts.

Mit dieser Strategie züchteten ...
wir in uns einen unbarmherzigen Perfektionisten, der noch heute alles Un-Perfekte kritisiert und uns nicht ruhen lässt, bevor es beseitigt ist: die nicht ganz aufgeräumte Küche, der an einer Stelle abgeblätterte Nagellack, die Strähne, die aus der ‚perfekten’ Frisur hängt, das etwas schmutzige Auto, das schmutzige Geschirr in der Küche usw..
Hier eine kleine und für manche große Übung, besonders für Frauen, die immer perfekt sein müssen: Nimm mal ein Ei und lass es mit Freude auf den Boden fallen. Schau dir diese ‚Bescherung’ eine Minute lang an und fühle deine Gefühle dabei. Und dann lass das Ei mal liegen und schau mal, wie lange dir das gelingt. Eine Stunde lang oder einen ganzen Tag?
 

 Jedes Mal, wenn du das zerlaufene Ei auf dem Boden siehst, halte inne und nimm deine Gefühle und deine Gedanken wahr. Z.B.: Was wäre, wenn jetzt mein Mann/meine Mutter/mein... käme und das hier sehen würde? Was fühle ich jetzt in mir? Nimm diese Gefühle an und sage: ‚All diese Gefühle dürfen jetzt da sein’ und fühle, wo sie in deinem Körper stecken.

Eine wunderbare Übung, bei der du bemerkst, wie sehr dich dein Perfektionist noch im Griff hat.
 
.................................
 
Ist das nicht eine tolle Übung für uns Perfektionisten da draußen? Ich weiß, dass einer in mir wohnt, den ich gerne zum Auswandern überreden würde. Ich muss gestehen, es macht mir schon ein bisschen Angst das Ei fallen zu lassen. Nicht wegen dem knacksenden Geräusch, das erzeugt wird wenn die Schale auf dem Boden zerbricht, auch nicht unbedingt die Sauerei, sondern eher das was mich danach erwartet: das Putzen. Aber ich werd's machen. Und ich werd zuhören welche Dialoge in mir statt finden! Welche Gedanken hochkommen! Welche Emotionen sich bemerkbar machen.
 
Traut sich jemand von Euch mitzumachen? Ich fänd's toll! Die Blogcommunity schmeißt ein Ei auf den Boden! Großartig!
 
 
Mehr zu Robert Betz findet ihr hier.

Donnerstag, 30. August 2012

Selbstliebe | Teil III

Sei gut zu dem Gesicht im Spiegel. Immer.

– Unbekannt


Vor Kurzem habe ich Euch das Gedicht zur Selbstliebe von Charlie Chaplin hier vorgestellt. Das Gedicht hat mich sehr berührt und ich bin fasziniert wie perfekt es zu meiner aktuellen Situation passt und wie wunderbar es auch meine Auffassung des Lebens wiederspiegelt. Daher habe ich mir überlegt wie jede Passage zu mir spricht und was es mir sagt. Den ersten Teil des interpretierten Gedichts findet ihr hier.




Den zweiten Teil meiner Interpretation lautet so:

Simplicity. Einfachheit. Ich gebe zu, das ist nicht die beste Übersetzung, denn "simplicity" hat eine so viel weiter gefächerte Bedeutung, als das deutsche Wort ausdrücken kann. Entschleunigung wäre auch ein gutes Schlagwort. Meine Zeit so einzuteilen, wie ich es möchte, und diese mit Dingen und Erlebnissen zu füllen, die mir gut tun und mir Freude bereiten. Ich bin Herr meiner Zeit und ich entscheide, wie und mit wem ich diese verbringe. Es gibt Zeiten, da fällt es mir schwer mich diesem Leitsatz zu erinnern. Und doch ist er so wichtig für ein gesundes Gleichgewicht zwischen Körper, Seele und Geist und schlichtweg unverzichtbar.
Mein Fazit: Tu Dir Gutes!

Love of Oneself. Selbstliebe. Und ein gewisses Stück auch gesunder Egoismus. Ich stecke noch mittendrin in dieser Phase (aka Baustellenphase). Ich versuche mich von den Menschen zu distanzieren in deren Gegenwart es mir nicht gut geht. Ich lasse Situationen los, die nicht länger meiner Gesundheit dienen (in meinem Fall war das der Arbeitgeberwechsel). Und ich besinne mich meiner neu gefunden Gesundheit, in dem ich in allen Aspekten des Lebens auf mich achte. Ich bin wahnsinnig experimentierfreudig geworden was Lebensmittel betrifft, aber auch Inspirationsquellen der unterschiedlichsten Art. Bildlich gesprochen bediene ich mich der großen Pralinenschachtel der Dinge dieser Welt. Ich beiße in jedes Stück und probiere ob es mir schmeckt. Was mir nicht gut tut, wird aussortiert. Was mir gut tut, wird weiter ausprobiert, verfeinert und in mein Leben integriert. Ein gutes Beispiel dafür ist meine neu gefundene Liebe fürs Yoga.
Mein Fazit: Umgib' Dich nur mit Menschen und Dingen, die Dir gut tun. Alles andere lass los, denn es dient Dir nicht weiter!

Modesty. Bescheidenheit. Dieser Punkt klingt so unheimlich einfach in den Worten Charlie Chaplins. Einfach aufhören immer Recht haben zu wollen und sich so weniger zu irren. Klingt total banal. Aber puhhhh, das ist für mich verdammt schwer. Ich würde mich jetzt nicht zu den Erbsenzählern dieser Welt ernennen und ich muss auch nicht immer und zu allem meinen Senf dazu geben, aber wenn ich genau weiß, dass meine Weise die richtige ist (meist im Berufsleben auf die fachliche Kompetenz bezogen) dann fällt es mir unglaublich schwer inne zu halten. Und ich würde sogar noch weiter gehen als Charlie Chaplin. Ich würde in diese "Bescheidenheit" noch den Punkt einbeziehen, dass man auch mit Kommentaren bescheiden umgehen sollte. Oft benötigt es diese weiteren Worte gar nicht.
Mein Fazit: Nutze Deine Gedanken und Worte für das Positive und gehe sparsam mit dem Rest um.

Fulfillment. Erfüllung. Nicht in der Vergangenheit hängen bleiben sondern das JETZT genießen. Dazu kommt mir automatisch ein wunderbarer Spruch ins Gedächtnis: "The clock is running. Make the most of today. Time waits for no man. Yesterday is history. Tomorrow is a mystery. Today is a gift. That's why it is called the present." Bei mir gibt es in diesem Punkt noch Verbesserungspotenzial. Obwohl ich im letzten Jahr diesbezüglich große Fortschritte gemacht habe, gibt es doch noch Luft nach oben. Trotzallem ist mir bewusster denn je, dass die Vergangenheit vergangen ist, ich kann daran nichts mehr ändern, es ist wie es ist. Aber ich kann die Gegenwart aktiv beeinflussen aufgrund dessen was ich aus der Vergangenheit gelernt habe. Und was morgen kommt, wissen wir (zum Glück) alle nicht.
Mein Fazit: Schau nach vorne, nicht nach hinten!

Wisdom of the Heart. Herzensweisheit. Ganz ehrlich: wenn ich diesen Absatz des Gedichtes lese, berührt es mich so tief, dass mir Tränen in die Augen steigen. Warum? Weil ich diese Erkenntnis auf die schmerzhafte Art und Weise lernen musste. Viel zu lange war mein handelnder Verstand von meinem Herzen getrennt. Langsam und zaghaft lerne ich mich nicht sofort für etwas zu entscheiden sondern inne zuhalten und mein Herz zu befragen. Ich konnte es selbst kaum glauben, aber die Antworten in so vielem liegen bereits in uns. Wir haben nur total verlernt darauf zu hören.
Mein Fazit: Kopf ausschalten. Herz öffnen.

Life. Leben. In einem alten Post zu meiner Lebensphilosphie hatte ich bereits das Beispiel des zerbrochenen Spiegels beschrieben: "...wenn das Leben durch einen Schicksalsschlag oder in einer Krise vor einem wie ein Spiegel zerbricht, steht man vor einem unüberschaubaren Scherbenhaufen. Doch wenn man ihn wieder mühsam zusammensetzt blickt man am Ende auf einen wunderschönen Mosaikspiegel. Aufgrund der vielen Ecken und Kanten, an denen das Glas gesprungen ist, reflektiert der Mosaikspiegel das Licht noch viel schöner und lässt die Strahlen funkeln – wie bei einem geschliffenen Diamanten." So interpretiere ich die letzte Passage dieses wunderschönen Gedichts.


Ich danke Charlie Chaplin für dieses wunderbare Vermächtnis! Und dafür, dass es mir über den Weg gelaufen ist und ich die Chance habe, dies auf diese Art und Weise teilen zu können.

Mittwoch, 29. August 2012

Selbstliebe | Teil II

Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.

– Krishnamurti (aus "Das Licht in dir")


Jwala Gamper



Im ersten Beitrag zur Selbstliebe habe ich Euch das wunderbare Gedicht von Charlie Chaplin vorgestellt. Dieses Gedicht regt mich zum Nachdenken an. Wo bin ich schon? Wo muss ich noch nacharbeiten? Selbstliebe und Selbstsachtsamkeit sind zwei Worte die sich ganz verständlich anhören und doch so schwierig in der Umsetzung sind. 

Ich habe mich dazu entschieden das Gedicht zu interpretieren und in zwei Beiträgen zu beleuchten. Hier erwartet Euch der erste Teil.

Authenticity. Bin ich wirklich authentisch? Ich kann es für mich heute mit einem "JA" beantworten, aber das war vor einem Jahr noch nicht der Fall. Ich musst erst durch meine bislang schwerste Lebenskrise gehen um zu erkennen, dass ich auf mein Sein hören muss. Wenn man wirklich die Augen öffnet und in sein Herz schaut und seinem Körper zuhört, kann man die Warnsignale auch sehen und hören. Denn sie sind da. Oft möchte man sie einfach nicht wahr haben, weil sie gerade nicht ins Leben passen. Aber das ist ein Trugschluß. Denn diese Signale wären nicht da, würden sie nicht ins Leben passen. Sie sind Teil des Lebens. Wenn also der Kopf mal wieder zu zerbrechen droht, der Magen sich krümmt und windet oder der Rücken bei jeder Bewegung schmerzt, dann hat das seinen Grund. Der Körper sagt uns damit "Stopp. Du tust mir weh!". Ich wiederhole das gerne nochmal, was unser Körper uns damit sagt: "Stopp. Du tust mir weh!" Wir tun unserem Körper weh und der Schmerz ist die einzige Chance, die unser Körper hat uns das zu signalisieren. Und meist ist es doch so, dass wir auf ein Ziepen nicht hören, auf einen handfesten Schmerz jedoch schon! Was also in so einer Situation tun? Einen Schritt zurück treten, dem Körper geben was er benötigt (was das ist, wissen wir eigentlich tief in uns drin. Meist hilft es einfach zu fragen "was kann ich Dir, lieber Bauch, Gutes tun"?). Zum Beispiel auf ein Heizkissen liegen, einen Tee trinken, im Dunkeln und in voller Stille liegen oder die eigenen Hände auflegen. 
Mein Fazit: Wachsam sein!

Respect. Selbstachtung! Ein großes Thema und ein Baustellenthema meinerseits. Baustellenthema deshalb, weil ich noch immer daran arbeite. Ich mag jedoch behaupten, dass ich hier schon ein gutes Stück voran gekommen bin. Es bringt nichts sich zu Taten zu zwingen, gegen die man sich im Inneren sträubt. Warum einer Einladung von jemandem nachkommen, wenn man eigentlich kein gutes Gefühl dabei hat und einfach nicht hin möchte. Oft meint man, dass man dort hingehen muss, wenn man doch schon eingeladen ist. Sagt wer? Wenn man etwas partout nicht möchte, warum dann tun? Wir haben nur ein einziges Leben. Eins. Ein einziges. Das sollten wir so gestalten wie es uns gefällt. [Natürlich gibt es im Leben manche Situationen um die man nicht herum kommt, aber die meisten sind doch uns selbst überlassen]. 
Mein Fazit: Ich darf selbst entscheiden!

Maturity. Die eigene Reife. Erkennen, dass uns unser Leben geschenkt wurde, so wie es ist. Nicht das eines anderen Menschen. Wie oft eifern wir jemand anderem nach. Denken, dass der andere so viel mehr kann als man selbst, so viel hübscher oder dünner ist oder so viel mehr erreicht hat. Jeder von uns hat sein eigenes Leben. Damit können wir arbeiten. Wir haben unsere eigene Leinwand, die wir bemalen dürfen. So bunt und vielfältig wie es uns beliebt. Jeder Mensch ist einzigartig! Jeder hat eigene Talente, Charakterstärken und -schwächen, Vorlieben und einen anderen Hintergrund. Wir können uns mit gar niemand anderem vergleichen, denn es gibt niemanden, der so ist wie wir. Wir arbeiten vielleicht im gleichen Job oder üben den gleichen Sport aus, aber das macht uns noch lange nicht "gleich". Wie auch kein Blatt dem anderen an einem Baum gleicht ist es mit uns auch. 
Mein Fazit: Wir sind einzigartig und ganz etwas ganz Besonderes. Und das ist auch gut so und macht die bunte Vielfalt dieser Welt aus!

Self-Confidence. Selbstvertrauen. Es hat auch was von dem Vertrauen in etwas Höheres, in das Universum, das Schicksal oder etwas Göttliches. Ganz wie jedem beliebt. Wir können die Umstände um uns herum nicht beeinflussen. Wir können nicht bestimmen welches Schicksal uns ereilen mag. Aber wenn wir darauf vertrauen, dass alles so sein soll, wie es ist, lässt es sich unbeschwerter und ruhiger leben. Daneben vertraue ich auf folgendes Sprichwort: Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.
Mein Fazit: In jedem Schicksal steckt eine Chance.


Wie ergeht es Euch mit diesen vier Punkten? Habt ihr auch Nachbesserungsbedarf oder seid ihr schon "angekommen"? Wie arbeitet ihr an Euch?

Dienstag, 28. August 2012

Selbstliebe | Teil I

Heute starte ich nicht mit einem Zitat in meinen Beitrag, sondern mit einem Gedicht. Einem Gedicht des großen Charlie Chaplin, welches er zu seinem 70. Geburtstag geschrieben haben soll. Ich habe mich für die Wiedergabe für den englischen Originaltext entschieden, wer jedoch eine freie deutsche Übersetzung bevorzugt, findet diese hier oder hier. Das Gedicht von 1959 ist auch heute noch so aktuell wie damals. Und es beschreibt meine aktuelle Reise so treffend. An jedem Punkt bin ich sicherlich noch nicht komplett angekommen und doch zeigt es mir wo die Reise für mich hingehen soll!

Danke an einen unglaublichen Mann: Charlie Chaplin!


As I began to love myself

As I began to love myself I found that anguish and emotional suffering
are only warning signs that I was living against my own truth.
Today, I know, this is "AUTHENTICITY".

As I began to love myself I understood how much it can offend somebody
as I try to force my desires on this person,
even though I knew the time was not right and the person was not ready for it,
and even though this person was me.
Today I call it "RESPECT".

As I began to love myself I stopped craving for a different life,
and I could see that everything that surrounded me was inviting me to grow.
Today I call it "MATURITY".

As I began to love myself I understood that at any circumstance,
I am in the right place at the right time,
and everything happens at the exactly right moment.
So I could be calm.
Today I call it "SELF-CONFIDENCE".

As I began to love myself I quit steeling my own time,
and I stopped designing huge projects for the future.
Today, I only do what brings me joy and happiness,
things I love to do and that make my heart cheer,
and I do them in my own way and in my own rhythm.
Today I call it "SIMPLICITY".

As I began to love myself I freed myself of anything
that is no good for my health - food, people, things, situations,
and everything the drew me down and away from myself.
At first I called this attitude a healthy egoism.
Today I know it is "LOVE OF ONESELF".

As I began to love myself I quit trying to always be right,
and ever since I was wrong less of the time.
Today I discovered that is "MODESTY".

As I began to love myself I refused to go on living in the past
and worry about the future.
Now, I only live for the moment, where EVERYTHING is happening.
Today I live each day, day by day, and I call it. "FULFILLMENT".

As I began to love myself I recognized that my mind can disturb me
and it can make me sick.
But As I connected it to my heart, my mind became a valuable ally.
Today I call this connection "WISDOM OF THE HEART".

We no longer need to fear arguments,
confrontations or any kind of problems with ourselves or others.
Even stars collide, and out of their crashing new worlds are born.
Today I know THAT IS "LIFE"!